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Küblböcks Vater erhebt schwere Vorwürfe wegen psychischer Krankheit

Günther Küblböck war zu Gast bei Günther Jauchs Jahresrückblick „2018! Menschen, Bilder, Emotionen“ und sprach erstmals über das Unglück seines Sohnes Daniel.

DSDS-Teilnehmer Daniel Küblböck
Daniel Küblböcks Vater spricht erstmals im TV über das Verschwinden seines Sohnes. / Bild: Sascha Steinbach/Getty Images
 

Günther Küblböck: Erster Live Auftritt nach Daniels Unglück

Drei Monate ist es schon her, seitdem Daniel Küblböck von der „AIDAluna“ stürzte und seitdem als vermisst gilt. Wie es zu dem tragischen Drama kam, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Sein Vater Günther Küblböck sprach nun erstmals in Günther Jauchs Jahresrückblick „2018! Menschen, Bilder, Emotionen“ über den damaligen Gesundheitszustand des 33-Jährigen.

Er erzählt von den letzten Wochen mit seinem Sohn und berichtet, dass Daniel schon zu dem Zeitpunkt krank gewesen sei. Er habe wirres Zeug geredet, in seiner Wohnung Gegenstände zertrümmert und sei ausgerastet, so Günther Küblböck.

Als Daniels Vater von den Kreuzfahrt-Plänen seines Sohnes erfuhr, läuteten alle Alarmglocken. Doch die Hilferufe seitens des Vaters, kamen zu spät.

 

Günther Küblböck: „Für mich ist das staatlich unterlassene Hilfeleistung“

Günther Küblböck erhebt in Jauchs Sendung schwere Vorwürfe, sowohl gegen die Behörden, als auch gegen das Schiffspersonal der „AIDAluna“.

Wie er berichtet, habe er mit allen Behörden umgehend Kontakt aufgenommen. Doch die Polizei oder das Ordnungsamt würden nur eingreifen, wenn die betroffene Person selbst kooperativ sei. „Für mich ist das staatlich unterlassene Hilfeleistung. Daniel war ein sehr positiver Mensch, immer voller Tatendrang. Hatte Ziele vor Augen. Er hat das Leben geliebt“, so Daniels Vater in der RTL-Show.

Auch das „AIDAluna“-Personal, dessen Ärztinnen und Kapitän er Daniels Situation zuvor geschildert habe, habe nicht ein Mal beim Boarding nach ihm geschaut,  berichtet der 54-Jährige fassungslos.

Nach den gescheiterten Bemühungen Daniel zu retten, bekam Günther Küblböck am 09. September 2018 letztendlich die Schock-Nachricht über den Sturz seines Sohnes. „Da tritt das ein, wovor man die ganze Zeit Angst hatte“, sagt Küblböck.

 
 

Günther Küblböck: „Man hätte Daniels Schicksal ohne Weiteres verhindern können!“

Günther Küblböck gibt sich stark in seinem ersten Live-Auftritt. Durch das offene Sprechen möchte er ein Umdenken bewirken – sowohl gesellschaftlich als auch politisch. Er fordert, dass psychisch Kranken auch ohne deren Einwilligung sofort geholfen werden müsse und machte zudem auf die Behörden aufmerksam, von denen er sich ein frühzeitigeres Eingreifen gewünscht hätte.

„Ich möchte wenigstens, dass Leute für ihre Söhne oder Töchter schnelle Hilfe bekommen. Dass jemand einfach mal untersucht wird. Es heißt ja nicht, dass jemand gleich weggesperrt wird. (...) Ich bin der Meinung, man hätte Daniels Schicksal ohne Weiteres verhindern können. Und ich bin sicher, dass es andere, weniger prominente Fälle da draußen gibt. Mir ist es wichtig, dass umgedacht wird.“

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