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Kritische Scientology-Doku „Going Clear“ im Visier der Kirche!

Die Macher der kritischen Dokumentation "Going Clear“ stehen im Fokus einer zweifelhaften Hetzkampagne von Scientology: Die Kirche versucht Jury-Mitglieder zu beeinflussen, um einen potentiellen Oscar-Erfolg von "Going Clear" im nächsten Jahr zu verhindern.

"Going Clear" Scientology Doku
Startet Scientology gegen Filmemacher Alex Gibney jetzt eine brutale Hetzkampagne?

Bereits zu Beginn dieses Filmjahres machte die schonungslose und kritische Dokumentation „Going Clear“ bei ihrer Uraufführung beim "Sundance"-Filmfestival von sich reden: Filmemacher Alex Gibney befragt in seiner zweistündigen Dokumentation nicht nur berühmte Ex-Scientologen zu ihren Erfahrungen in der Kirche, sondern deckt besorgniserregende Umstände um die umstrittene Kirche schonungslos auf.

Bereits nach der Uraufführung startete eine erste Hetzkampagne von Scientology, die Filmemacher Gibney und die Crew diskreditieren wollten. Nachdem „Going Clear“ nun als einer der heißen Anwärter für den Dokumenations-Oscar gilt, sollen, laut einem Bericht des "Hollywood Reporters", nun vermehrt Beteiligte und Oscar-Jurymitglieder Opfer einer neuen und verschärften Hetzkampagne der Kirche geworden sein.

 

Filmemacher Alex Gibney im Visier

Zunächst begannen im Scientology-Hauptquartier selbst Dreharbeiten an einer „Doku“ über Filmemacher Alex Gibney, in der dieser offensichtlich zur Zielscheibe gemacht werden soll. Freunde und Mitarbeiter von Gibney wurden von der Kirche heimlich um ein Interview gebeten. Daneben wurden mehrere Screenings des Films in den USA von Scientology-Mitgliedern gestört, die den Filmemacher mit teils aggressiven Vorgehen diskreditieren wollten.

Die Kirche äußerte sich nicht direkt zum Vorgehen ihrer Mitglieder, sondern behauptete, dass es sich um die Aussagen „einzelner Mitglieder“ handele, deren Aktionen nicht von Scientology ausgingen. Momentan steht die Kirche allerdings unter besonderer Beobachtung nach dem tragischen Selbstmord der Jim Carrey-Freundin Cathriona White.

White war Wochen vor ihrem Selbstmord einem Scientology-Therapie-Programm beigetreten, dass laut den Aussagen meherer Ex-Scientology-Mitglieder eine „destabilisierende“ Wirkung auf die Teilnehmer haben kann. Für Scientology-Chef David Miscavige wäre der Gewinn von „Going Clear“ ein PR-Supergau: Denn die Kirche würde aufgrund ihrer zwielichtigen Machenschaften wieder in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Der Streaming-Anbieter Netflix bietet momentan die Möglichkeit an sich die Doku in Gänze anzuschauen.



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