Kino

Kristen Stewart raus aus "Cali"

Nick Cassavetes' Actioner über eine Snuff-Dealerin wird ohne den "Twilight"-Star auskommen müssen.

Skandale haben ja manchmal den angenehmen Nebeneffekt, via gestärkte Medienpräsenz die Karriere von Stars zu beschleunigen. So nach dem Motto: Mehr Aufmerksamkeit, höherer Bekanntheitsgrad, mehr Rollenangebote. Für Kristen Stewart funktioniert das nicht so besonders gut. Erstens war es kaum mehr möglich, ihren Bekanntheitsgrad noch zu steigern. Und zweitens gehörte die Affäre mit dem Regisseur Rupert Sanders nicht gerade zu den Dingen, die ihre Beliebtheitswerte in die Höhe schießen lassen - und zwar weder bei den Fans noch in der Traumfabrik. "Wenn die Wellen zu hoch schlagen, sollte man abtauchen", findet der Star aus "Twilight" jetzt wohl. Die Folge davon: Nick Cassavetes' Actionbrett "Cali", bei dem Kristen Stewart eigentlich für die Hauptrolle vorgesehen war, wird wohl ohne sie auskommen müssen. Ob sie die Rolle aus freien Stücke abgegeben hat - quasi als kreative Auszeit - oder ihr der Verzicht vom Regisseur nahegelegt wurde, ist unklar. Beide Versionen wären für die Schauspielerin alles andere als günstig. Wenn man im Filmbusiness kurz vor Drehstart die Biege macht und das Team darstellerlos hängen lässt, macht man sich keine Freunde. Unzuverlässigkeit ist in Hollywood ein bei weitem größerer Makel als Drogenabhängigkeit oder hingebungsvoll gelebte Psychopathie. Und wenn Du aus einem anlaufenden Projekt katapultiert wirst, befindet sich dein Marktwert offenbar im freien Fall. Auch nicht toll.

 

Erfolgreiche Image-Korrektur

Fest steht, dass Amber Heard jetzt Stewarts Nachfolge in "Cali" antreten soll. Die hatte zwar angeblich auch ein Affäre - mit Johnny Depp während der Arbeiten an "Rum Diary" - aber dafür auch nicht das Image der blütenweißen Sauberfrau jahrelang kultiviert. Apropos Image: Genau dieses wollte Kristen Stewart ja mit dem wohl recht heftigen "Cali" eigentlich loswerden. Aber das hat die treulose Robert-Pattinson-zum-Weinen-Bringerin ja schon so geschafft. Wenn auch weniger mit einer Rolle sondern mehr mit Rolligkeit.



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