Stars

"Köln 50667"-Danny Liedtke: Leere Hülle nach Ingo Kantoreks Tod

Der Schmerz über den Tod von "Köln 50667"-Urgestein Ingo Kantorek sitzt noch immer tief. Wie tief, verriet nun Danny Liedtke seinen Fans in einem offenen Brief.

"Köln 50667"-Danny Liedtke: Leere Hülle nach Ingo Kantoreks Tod
"Köln 50667"-Darsteller Danny Liedtke brauchte viele Monate, um zu realisieren, dass Ingo Kantorek tot ist. Instagram/Ingo Kantorek

Im vergangenen Jahr erschütterte der Tod von Ingo Kantorek die ganze "Köln 50667"-Gemeinschaft. Er und seine Frau Suzanna waren im August gerade auf dem Rückweg aus ihrem Italienurlaub, als sie über ihren Wagen die Kontrolle verloren und tödlich verunglückten. Inzwischen ist das tragische Unglück sechs Monate her, doch wirklich fassen kann noch niemand, dass das Serienurgestein nie wieder am Set zu sehen sein wird. Wie sehr er noch immer mit dem Verlust seines Kollegen und Freundes zu kämpfen hat, offenbarte Danny Liedtke nun auf Instagram seinen Fans - und beschrieb mit berührenden Worten, wie sich die vergangenen Monate für ihn anfühlten. 

"Es ist wieder eine dieser Nächte, wo ich schlaflos auf meiner Couch sitze, mir Videos anschaue, Musik höre und einfach über alles nachdenke", beginnt der Mime in seiner Story. "Ich wusste einfach nicht, was es bedeutet, wenn man Menschen plötzlich in seinem Leben verliert, die einem sehr nahestanden, die man einfach sehr lieb hatte." Seit dem Tag des Unfalls wisse er es jedoch. Das habe einiges verändert.

 

"Köln 50667"-Danny Liedtke: Nur noch leere Hülle nach Ingo Kantoreks Tod

"In mir sah es lange einfach nur leer aus, ich wusste gar nicht, wohin mit meinen Gefühlen. [...] Als ich die Nachricht erhalten habe, war ich allein in Tokio. In dieser Zeit habe ich einfach nur nachgedacht." Stundenlang sei er durch die Stadt gelaufen, habe sich teils mit Shopping abzulenken versucht, geweint. "Wir alle haben diese Nachricht im Urlaub erhalten und die erste Drehwoche nach diesem Urlaub kann ich nicht in Worte fassen." In jedem habe man die Trauer gespürt, "aber auf der anderen Seite mussten wir stark sein, damit das Projekt weitergeht, allein schon für Ingo, weil er es so sehr geliebt hat."

Im Alltag habe es keine Zeit für Trauer gegeben. Inzwischen wisse er jedoch, wie wichtig es sei, sich Zeit zu nehmen, um Trauer auch zuzulassen und Geschehenes zu verarbeiten. "Meiner Meinung nach kann man sowas nicht ganz verarbeiten, man lernt nur Tag für Tag besser mit der Situation umzugehen. Im Endeffekt habe ich in der letzten Hälfte des letzten Jahres einfach nur funktioniert wie ein Roboter und habe meinen Schmerz überspielt mit gemimter guter Laune." Das sei jedoch nur Fassade gewesen.

Als er dann über Weihnachten in die USA flog, kamen dann jedoch die "unterdrückten Emotionen der letzten Monate" wieder hoch, "aber diese Momente waren wichtig, denn nur so konnte ich anfangen, die Sachen zu verarbeiten und zu realisieren. [...] Ich weiß, dass Ingo und Susi nicht wiederkommen werden, aber in meinem Herzen sind sie fest verankert und leben dort weiter." Es habe eine Weile gebraucht, um das zu verstehen. 

Seither versuche er, positiv nach vorne zu schauen und das Leben zu genießen, denn man habe nur ein Leben und es sei nicht im Sinne der beiden gewesen, ihn traurig zu sehen, schließt Danny Liedtke.

Für seine Offenheit bekommt der "Köln 50667"-Darsteller viel Zuspruch von seinen Followern, die ihm teils private Nachrichten schreiben, teils in den Kommentaren zustimmen. Ebenso wie seine Kollegen. Neben ein Foto, das Danny Liedtke dem verstorbenen "Big Daddy" gewidmet hat, hagelt es unter anderem von Christoph Oberheide, Margarita Nigmatullin und Pia Tillmann Herzchen in Gedenken an den "Alex"-Darsteller. 

 

 

 



Tags:
Das könnte Sie auch interessieren
TV Movie empfiehlt