Kino

Kevin Costner träumt von Western-Epos

Mindestens drei Teile, alle in einem Jahr auf die Leinwand gebracht - der Mann plant groß. Und ziemlich einsam.

Kevin Costner träumt von Western-Epos
Kevin Costner träumt von Western-Epos (STUDIOCANAL) STUDIOCANAL

"JFK", "Robin Hood", "The Untouchables": Kevin Costner hatte durchaus solide Erfolge. Und eben den einen Über-Knaller: "Der mit dem Wolf tanzt" - oder "Dances with Wolves", wie das grandiose Western-Epos bei weitem poetischer im Original heißt. Sieben Oscars - und einer davon direkt an Costner als "bester Regisseur" (auf den als "bester Schauspieler" wartete er heute noch). Überhaupt hat es der mittlerweile 59-jährige Star ja mit Western: "Silverado", "Wyatt Earp", der so grandiose wie unterbewertete "Open Range" - irgendwie haben das Genre und er immer gut zusammengepasst. Kein Wunder, dass Costner in seinen schlaflosen Nächten immer neue Pläne spinnt, daran noch einmal anzuknüpfen. Währen der Promo-Tour zu seinem nächsten Film "Draft Day" hat der Schauspieler und/oder Regisseur die versammelte Presse an seinen Plänen teilhaben lassen, filmisch noch einmal in die Weiten der Prärie zurückzukehren. Und das nicht nur mit einem einzelnen Film sondern gleich einem mehrteiligem Riesen-Projekt: "Ich habe da diesen Western - und ich glaube, dass ich ihn auch machen kann", erklärte er jetzt den Medien. "Meine Idee wäre, die Teile alle auf einmal zu machen. Und dann einen am Memorial Day, einen an Thanksgiving und einen am 4. Juli zu veröffentlichen. Also alle innerhalb von 12 Monaten - schließlich ist es dieselbe Story. Aber tatsächlich wird es mehr eine Reise - mit einem vierten Film, der direkt danach kommt."

 

Kopfschütteln der Geldgeber

Soweit, so ambitioniert. Leider kollidieren auch in Hollywood große Ambitionen gerne mal mit der hässlichen Realität. "Kann ich das schaffen? Ich weiß es nicht. Aber so denke ich darüber. Und das ist es, was ich versuchen werde." Ein Mann ein Wort. Doch was hält der Rest der Traumfabrik von Costners erhabenen Visionen? "Die Leute sagen mir: 'Oh, das ist wirklich interessant, Kevin. Wir glauben aber nicht, dass wir das schaffen.' Und ich denke dann immer 'Mann - das ist eine wirklich gute Idee'." Was das Ganze vermutlich auch bleiben wird. Bei solchen Großprojekten bekommen Hollywoods Investoren zur Zeit Schnappatmung - spätestens, wenn kreative Innovationen ins Spiel kommen. Und auch Western sind aktuell nicht wirklich angesagt (außer sie stammen von Quentin Tarantino). Aber ein Mann muss ja Träume haben. Und wenn diese von Büffelherden, Canyons, Colts und Indianern handeln, ist beim besten Willen nichts dagegen einzuwenden.



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