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Kein Porno-Nachschub wegen Corona: Erotik-DVDs so hoch im Kurs wie lange nicht

Das Coronavirus hat Folgen für viele Industrien. Davon bleibt auch die Erotikbranche nicht verschont. Muss man demnächst vorerst auf Pornos verzichten?

Keine Pornos wegen Corona?
Kann "PornHub" die steigenden Aufrufzahlen verarbeiten? Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Während viele Bereiche des Lebens durch das Coronavirus stark eingeschränkt sind, lief eine Sache bisher wie immer: Die Porno-Produktion. Damit ist mittlerweile Schluss, denn beim Dreh von Erwachsenenfilmen haben die Darsteller*innen natürlich - milde ausgedrückt - engen Kontakt und könnten sich somit gegenseitig mit dem Virus infizieren. Die Produktion neuer Pornos kam deshalb zum Erliegen. 

Die Studios schlossen sich den zahlreichen Hollywood-Vorbildern an und hören auf, neue Filme zu drehen. Gerade in den USA war die „Free Speech Coalition“, eine Lobby für die Industrie, ein Verfechter der Bitte, vorerst keine Schmuddelfilmchen mehr zu produzieren: „Wir tun alles, was wir können, um die Infektionskurve flach zu halten“, so ein Sprecher.

Das bedeutet auch, dass es vorerst keinen Porno-Nachschub mehr gibt - und das in Zeiten, in denen die Menschen sich primär in den eigenen vier Wänden aufhalten und Unterhaltung brauchen.

 

Überraschender Prono-Trend in Zeiten von Corona

Dass keine Pornos mehr produziert werden, bedeutet also natürlich nicht, dass keine geschaut werden. Im Gegenteil - Pornos sind so hoch im Kurs wie selten zuvor. Besonders überraschend: Wie Wolf Wagner, Deutschlands größter Porno-Produzent, nun gegenüber "Bild" erklärte, profitieren davon nicht nur Online-Portale, sondern auch Verleiher. „[...] Sogar das Geschäft mit Verleih oder Verkauf von DVDs zieht erstmals seit vielen Jahren wieder an. Sprich: Wer heute viele und vor allem neuen Filme veröffentlichen kann, wird sich über deutliche Profit-Zuwächse freuen. Je länger die Corona-Krise aber dauert und je weniger Geld den Menschen zur Verfügung steht, wird sich dieser Trend umkehren.“

 

Corona-Langeweile: Pornoseiten bald überlastet?

Der Aufschwung aller kostenlosen Online-Seiten war abzusehen. Pornodarsteller*innen, die aktuell nicht ans Set dürfen, arbeiten aus dem Homeoffice als Cam-Grils und -Boys. Der queere Porno-Darsteller Sam Morris berichtet nun von ersten Anzeichen für eine Überlastung der Netze. Da viele seiner Fans derzeit in Quarantäne sitzen, brach seine Seite zusammen. Allerdings handelt es sich hierbei auch um einen kleineren Anbieter – der führenden Websites sollten auf den Ansturm möglicher Konsumenten gut vorbereitet sein.

Welche Auswirkungen es auf lange Sicht haben wird, dass unzählige Branchen und Betriebe ihre Arbeit nun ins Homeoffice verlegt haben und dass die Menschen aktuell mehr streamen als jemals zuvor, wird sich allerdings erst noch zeigen müssen. Netflix beispielsweise entschied sich nun dazu, seine Filme und Serien in niedrigerer Qualität zu zeigen, um die Netze zu entlasten. Gut möglich, dass auch bekannte Pornoseiten sich bald dazu entscheiden. Vorerst wird das allerdings nicht eintreten - im Gegenteil: Pornhub beispielsweise schenkt aktuell einem ganzen Land gratis Premium-Mitgliedschaften: Italien - das von der Krise am stärksten gebeutelte Land, in dem die Menschen aktuell zu Hause festsitzen.

 


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