Kino

Katie Holmes bekämpft Tom Cruise mit harten Bandagen

Exzellent orchestriert Katie Holmes die Scheidung von Tom Cruise. Scientology muss die größte Krise in der Geschichte der Sekte befürchten.

"Die kennen keine Skrupel und sie gewinnen meistens. Sie haben mir die Scheiße aus dem Leib geprügelt. Ich brauchte Monate, um mich davon zu erholen. Katie hat eine gute Wahl getroffen." Die Rede ist vom Team des New Yorker Staranwaltes Allan E. Mayefsky, und das deftige Lob kommt von einem seiner "Opfer", der Publizistin Lisa Bloom. Mit der Entscheidung, Mayefsky als weiteren Rechtsbeistand zu engagieren setzt Katie Holmes ein deutliches Signal für die anstehende Scheidungsschlacht mit Tom Cruise: Der Anwalt ist ein Meister darin, die schmutzige Wäsche der Gegenseite in aller Öffentlichkeit auszubreiten. "Spielt fair mit mir, oder ich lasse die Bestie von der Leine", lautet Katie Holmes Botschaft. Obendrein ist es ihr gelungen, einen Dringlichkeitsantrag um das Sorgerecht und den Unterhalt für die sechsjährige Tochter Suri vor Gericht durchzusetzen. Nun wurde der erste Verhandlungstermin auf den 17. Juli angesetzt. Sowohl Katie Holmes als auch Tom Cruise müssen persönlich erscheinen - es dürfte das Medienspektakel des Jahres in New York werden.

 

Totale Kontrolle: "Als wäre Katie unter die Stasi geraten"

Problem für Tom Cruise, der von Katie Holmes Scheidungsklage völlig überrascht wurde: Sein Anwalt Dennis Wasser, der 2000 bei der Scheidung von Nicole Kidman erfolgreich die Fäden zog, hat für New York keine Zulassung. Cruises Hoffnung, die Auseinandersetzung vor einem Gericht in Los Angeles auszutragen, hat sich zerschlagen. Auch Scientology - Tom Cruise soll in der Sekte einen der höchsten Ränge bekleiden - ahnte von Katie Holmes Plänen nichts. Sie kontrolliert derzeit die Situation und das ist für Sektenchef David Miscavige, der selbst auf totale Kontrolle setzt, ein frustrierendes Problem. In den letzten Jahren verlor die Sekte viele Manager der oberen Ränge, darunter auch Marty Rathbun, der sehr aggressiv in der Cruise-Kidman-Scheidung agierte. Rathbun, der 2004 nach 22 Jahren ausstieg, hat seitdem zahlreiche Scientology-Interna veröffentlicht und zollt Katie Holmes größten Respekt: "Katie stand unter Beobachtung, als wäre sie mitten unter die Stasi geraten. Um unbemerkt ihre Scheidung vorzubereiten, musste sie sich beispielsweise ein sauberes Handy und einen neuen Computer besorgen - ohne dass die das mitbekamen. Jetzt stehen sie völlig hilflos da - wenn Katie ernst macht, kann sie Scientology sprengen." Deshalb gibt Rathbun seinem ehemaligen Schützling Tom Cruise einen guten Rat mit auf den Weg nach New York: "Wenn Tom schlau ist, kämpft er nicht, auch nicht um das Sorgerecht für Suri. Er sollte nur zusehen, dass er schnell aus der Sache herauskommt. Wenn sie eskaliert und Katie auspackt, wäre das der größte Albtraum in der Geschichte von Scientology. Das wäre ein Zirkus, den sie nicht überleben könnten."



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