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Kampf um Bundesliga-Rechte: Abonnement-Dschungel bald noch unübersichtlicher?

Die Rückrunde der Bundesliga startete wie gewohnt auf DAZN und Sky. In die neuen Übertragungs-Verhandlungen will sich nun das Kartellamt einmischen.

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In den neuen Übertragungs-Verhandlungen für die Bundesliga will sich nun das Kartellamt einmischen. Getty Images
 

Bundesliga: Keine Revolution in den Übertragungsrechten?

Schon Anfang dieses Jahres wurde über Pläne der Verteilung von TV-Übertragungsrechten der Bundesliga berichtet, die eindeutig gegen den aktuellen Trend sprechen. Danach soll es in kommenden Spielzeiten wieder mehr Fußball im Free-TV geben. Lest hier mehr darüber:

 

Bundesliga-Ausstrahlung: Kartellamt mischt sich ein

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtete nun in einem Artikel, dass sich das Bundeskartellamt in die Verhandlungen einmischen will. Ziel des Bundeskartellamtes ist es, ein Monopol in der Übertragung der Bundesliga-Partien in den kommenden Jahren zu verhindern. Weder Pay-TV-Sender, noch die aufstrebenden Streamingdienste sollen die Bundesliga-Rechte einzig für sich erwerben können.

So ähnlich ist auch Andreas Mundt, Kartellamtschef, in der FAZ zu zitieren: „Die DFL muss ein Ver­mark­tungs­mo­dell vor­le­gen, das den Wett­be­werb zwi­schen ver­schie­de­nen An­bie­tern er­mög­licht. Ein Mo­no­po­list würde nicht dazu beitragen, die Qua­li­tät der Be­richt­er­stat­tung zu ver­bes­sern und das In­no­va­ti­ons­po­ten­ti­al ins­be­son­de­re des In­ter­nets aus­zu­schöp­fen".

 

Bundesliga-Übertragungsrechte: Kartellamt will Monopol verhindern

In den baldigen Verhandlungen über die Ausstrahlungsrechte zur Bundesliga gibt es vier Pakete für die Anbieter zu erwerben. Schafft Sky es alle dieser Pakete für sich zu beanspruchen, fordert das Kartellamt gleichzeitig, dass dann ebenfalls zwei Pakete an einen Streamingdienst gehen. So könnte es dann zu Parallel-Übertragungen kommen.

Im gegenläufigen Fall – sollte ein Streamingdienst alle Rechte kaufen – müsste in den Verhandlungen trotzdem dafür gesorgt werden, dass wenigstens ein Paket einem Bezahlsender (mit Satelliten- und Kabelzugang) zugeteilt wird.

Entscheidender Vorteil und natürlich richtiger Gedanke dahinter: keine Preisdiktatur eines einzigen Anbieters. So könnte die Revolution - die komplette Bundesliga bei einem Streaming-Dienst - also ausbleiben. Im Umkehrschluss heißt das für alle Fans: der aktuell häufig beklagte Übertragungs- und Abonnement-Dschungel wird nicht übersichtlicher.

Hierbei dreht es sich lediglich um die Rechte zur Bundesliga. In Wettbewerben und Turnieren wie Champions League oder Nations League mischen weitere Interessenten mit. Zuletzt stieg der Handels- und Streaming-Riese Amazon ins Fußballgeschäft ein.  

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