Kino

Junge Filmfans fordern im Kino SMS- und Surf-Erlaubnis

In den USA rebellieren jugendliche Kinogänger gegen das Handyverbot im Kino. Weil es um viel Geld geht, könnte das Verbot fallen - auch in Deutschland.

Hardcore-Kinofans fühlen sich schon durch Popcornrascheln und Cola-Schlürfen gestört. Wenn dann noch jemand wie wild auf seine Handytasten einhämmert, ist es mit dem Filmgenuss im Kinosaal ganz vorbei! Falls Sie auch zu dieser Sorte Kinogänger gehören, sind sie allerdings in der Unterzahl - zumindest in den USA. Denn laut dem Branchenblatt "The Hollywood Reporter" will die Mehrzahl der Filmfans zwischen 18 und 35 Jahren - die mit Abstand die meisten Kinobesucher stellen - auch im Kinosaal Social Media nutzen. Ihr Filmvergnügen wäre höher, wenn sie wie zuhause auf Facebook und Twitter über das posten könnte, was sie gerade sehen, so die Aussage.

 

Weil's um viel Geld geht, droht der Import des Verbotsverbots

Das mag der eher konservative Kinofan derzeit noch als jugendliche Spinnerei ohne großen Folgen abtun. Doch die US-Kinobetreiber werden an einer Stelle der Umfrage extrem hellhörig: Über die Hälfte der Befragten würde nämlich eher ein Kino besuchen, das kein Handy- oder Tablet-Verbot hat, wenn sie die Wahl hätten. Da wittert mancher nun natürlich einen Wettbewerbsvorteil im hart umkämpften Kinomarkt, wenn er das auch in den USA bisher flächendeckende Verbot aufhebt - diese Entscheidung liegt schließlich ausschließlich beim Inhaber des jeweiligen Kinos. Sollte sich daher in den USA ein Trend zum handyfreundlichen Kino herausbilden, ist es eine Frage der Zeit, bis dieser ebenso über den Atlantik nach Deutschland herüberschwappt, wie einst Popcorn, Cola und Eissorten mit Schoko-Keksen und Smarties…



Tags:
TV Movie empfiehlt