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Jump Force: Der Anime-Allstar-Prügler im Test

Mit verschiedenen Anime-Helden aus "Dragonball" und Co sich auf die Mütze geben? "Jump Force" macht es möglich! Wir haben den Prügler für euch getestet:

Jump Force Dragonball One Piece
Wie gut sind die Kämpfe zwischen "Dragonball"- und "One Piece"-Figuren? Bild: Bandai Namco

Wenn Welten kollidieren, kann nur ein Held den Untergang aufhalten - oder im Falle von "Jump Force" gleich ein ganzes Bataillon. Denn zum 50. Geburtstags von "Weekly Shonen Jump" wurde ein Prügelspiel entwickelt, in welchem sich so ziemlich alle bekannten Manga-Figuren aus der Geschichte des Magazins gegenseitig die Köpfe einhauen.

Das machen sie aber nicht ohne Grund: Denn die Welten der verschiedenen Mangas und die reale Welt verschmelzen. Bei einem Angriff des „Dragonball“-Bösewichts Frieza wird die Figur des Spielers schwer verwundet. Nur ein geheimnisvoller Umbras-Würfel kann ihm das Leben retten. Ein netter Nebeneffekt: Nun hat man Zugriff auf ein ganzes Arsenal an Spezialangriffen aus allen möglichen Mangas!

Doch auch die Bösewichte haben Umbras-Würfel, mit denen sie normale Menschen zu brandgefährlichen Gegnern machen können. So kämpft man sich also mit einem Team aus diversen bekannten und unbekannten Helden durch seine Gegner und deckt dabei eine Verschwörung auf.

 

Typisch Manga

Klingt nach ziemlich typischer Manga- oder Anime-Kost? Ist es auch. Die Story verläuft in Genre-typischen Bahnen und weiß nie so richtig zu fesseln. Dazu sorgen auch viel zu lange Zwischensequenzen, die leider nie überspringbar sind. Außerdem erzeugen die Szenen unfreiwillige Komik. Während die Münder animiert sind und die Augen auf und zu gehen, ändert sich der Gesichtsausdruck der Figuren nie. Egal ob bei Witzen oder im härtesten Kampf, alle Kämpfer gucken immer gleich.

Dennoch erzeugt „Jump Force“ ein gewisses Flair. Das liegt vor allem in der Grundidee. Es ist einfach witzig zu sehen, wie die verschiedenen Figuren miteinander agieren. Dabei haben sie in der japanischen Sprachausgabe auch absolut passende Stimmen – eine englische oder gar deutsche Sprachausgabe gibt es hingegen nicht.

 

"Jump Force": So gut ist das Gameplay

Ähnlich zweischneidig ist das eigentliche Gameplay. Die grundsätzliche Idee, verschiedene Fähigkeiten gegeneinander antreten zu lassen, liest sich auf dem Papier echt gut. Wer aber bei der Teamzusammenstellung nicht aufpasst, findet sich schnell auf dem Boden wieder. Denn gerade Fernkampfattacken sind ungewöhnlich stark und lassen wenige Chancen zu, seinen Gegner zu treffen. Das kommt auch dadurch, dass man durch eine normale Schlag-Kombo gefühlt bis an das andere Ende der Arena katapultiert wird und man so seinen Gegner selten unter Druck setzen kann.

So muss man also darauf achten, mit wem man in den nächsten Kampf geht. Doch auch hier gibt es ein Problem: Nicht alle Figuren sind von Anfang an frei geschaltet. Dafür muss man sich erst durch die Story kloppen. Und wenn man dann eine Partie außerhalb der Geschichte machen möchte, hat man plötzlich auch noch ganz andere Figuren zur Verfügung. Dazu kommen noch diverse Verbesserungen und Items, mit denen man seine Figuren den persönlichen Spielstil anpassen kann, sodass die Optionen gerne mal überwältigend sind.

Einen gewissen Spaß kann man „Jump Force“ nicht absprechen. Wenn alles gut läuft, gestalten sich extrem spannende Duelle mit allerhand bunten Spezialfähigkeiten, die absolut flüssig über den Bildschirm flackern. Andererseits gibt es aber so viele merkwürdige Design-Entscheidungen, die einem schnell den Spielspaß verderben können. Wer sich davon nicht irritieren lässt, bekommt immerhin einen kurzweiligen Prügler mit coolen Figuren.

 


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