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Geht auch ganz einfach:

Kino

Joss Whedon zu Hulk-Film

Der Werwolf unter den Superhelden hat Hollywood schon immer vor Probleme gestellt. Und niemand weiß das besser als der "Avengers"-Regisseur.

Nicht nur als weltweit gesuchtes Superwesen ist der Hulk schwer zu fassen: Im Comic pendelt er bekanntlich je nach Stresslevel zwischen Genie und Monster und auch Hollywood bekommt den grünen Riesen einfach nicht richtig in den Griff: Zwar wird in regelmäßigen Abständen versucht, die Abenteuer Bruce Banners auf die große Leinwand zu bringen. Aber den perfekten Twist hat noch niemand gefunden: Solo arbeiteten sich schon Eric Bana und Edward Norton am größten Wutbürger aller Zeiten ab - und als Mitglied der "Avengers" machte zuletzt Mark Ruffalo eine zwar einschüchternde insgesamt aber ziemlich gute Figur. Nachdem die Rächer auch an den Kinokassen unglaublich erfolgreich waren, wurde prompt diskutiert, ob der Hulk seinen eigenen Film bekommen sollte. Doch auch da schienen die Meinungen weit auseinander zu gehen: "Das war sein dritter Auftritt - und alles, was wir mit dem 'Hulk' anfangen konnten, haben wir in 'The Avengers' gesteckt", lautete das Statement von Marvel-Chef Kevin Feige dazu. Was inhaltlich auf direktem Kollisionskurs steht mit der Aussage Paul Fitters, dem Marvel Geschäftsführer der Consumer Products-Sparte: "Wir sind überrascht und hocherfreut über den Zuspruch, den der 'Hulk' vom Publikum bekommt. Wenn die Figur so populär bleibt, wird Marvel nächstes Jahr einen Solofilm für ihn entwickeln, der dann 2015 in die Kinos kommt", behauptete dieser verheißungsvoll. Jetzt meldet sich Joss Whedon zu Wort - der ja als Regisseur der "Avengers" den Hulk virtuos zum Leben erweckt hatte. Ihn hatte man nämlich um seine Expertise zum Thema Solo-Hulk gebeten. Denn wenn einer kompetent sagen kann, ob das möglich wäre, dann ja wohl er. Und "ja - aber es wäre sehr, sehr schwierig", lautete dabei seine Einschätzung. "Hulk ist ein kniffliger Mistkerl. Er ist der Claudius unter den Superhelden. Das Problem: Er ist zwar sehr beliebt - aber eben kein echter Superheld. Eine Hälfte von ihm ist Superheld, die andere Werwolf. Du könntest es also nicht als Superhelden-Film anlegen, weil Du es auch nicht wie einen Superhelden-Film drehen könntest." Klingt so, als hätte der Mann sich durchaus schon mal seine Gedanken dazu gemacht: "Wie entwickelst Du das also? Jedenfalls wäre es extrem schwierig. Auf der Haben-Seite stünde natürlich Mark Ruffalo. Aber ich weiß gar nicht, ob der so etwas auch machen will. Als Teil eines größeren Teams hat es hervorragend geklappt - aber allein ist es schwierig. Ich beneide die Jungs nicht, die das vorher versucht haben."

 

Großer Held - großes Risiko

Weise Worte eines erfahrenen Schöpfers von Fantasy-Welten. Trotzdem: Wenn man die Story hört, die unter der Hand als Solo für Hulk gehandelt wird, hofft man fast, dass sich Hollywood diesbezüglich ein Herz fasst. Die könnte nämlich grob auf dem Comic "Planet Hulk" basieren. Darin wird der cholerische Gigant auf einen fremden Planeten verbannt. Hier warten auf ihn zunächst Gladiatoren-Kämpfe mit außerirdischen Kriegern und Monstern, bis er sich an die Spitze einer Revolution gegen das fiese Regime stellt. Das würde zwar jeder Comic-Fan liebend gerne verfilmt sehen. Aber bei näherer Betrachtung ist es ziemlich exakt die Story von "John Carter" - für Disney eines der größten Verlustgeschäfte aller Zeiten. Und das noch ein Studio Lust hat, wie bei dem Science-Fiction-Spektakel von Andrew Stanton 200 Millionen Dollar Miese zu machen, ist doch eher unwahrscheinlich.



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