Kino

Joss Whedon hetzt Ultron auf die "Avengers"

Der nächste Gegner der Rächer steht fest. Und der ist ein echter Helden-Killer - sehr zum Leidwesen von "Hawkeye" Jeremy Renner.

Bei Büchern heißt es ja: "Nicht auf den Titel - auf den Inhalt kommt es an." Manchmal ist aber auch der Titel schon recht interessant. So etwa bei Teil zwei der "Avengers": Wie Regisseur Joss Whedon auf der Comic-Con in San Diego jetzt bekannt gab, lautete dieser nämlich "Avengers: Age of Ultron" - und gibt somit schon mal den Namen des Bösewichts preis. Das ist übrigens den Comics zufolge ein ganz schlimmer Finger - im Marvel-Universum mehr oder minder der Erzfeind der Avengers. Gigantische Kraft und Schnelligkeit, verschiedenste tödliche Waffensysteme, extreme Intelligenz, dazu die Fähigkeit der Gedankenkontrolle. Das Ganze in einer Rüstung aus Adamantium, dem gleichen unzerstörbaren Metall, dem auch Wolverine seine außerordentliche Hartleibigkeit verdankt. Und das ist nur ein kleiner Auszug Ultrons Fähigkeiten. Kein Wunder also, dass sich der Kampf gegen den Superschurken für etliche Superhelden als die letzte aller schlechten Ideen herausstellte - und zwar auch für durchaus berühmte Vertreter der Heldenzunft. Einziges Problem: So ganz haut das mit den Timelines nicht hin, da der Comic mit einigen Figuren aufwartet, die filmisch erst noch ausgiebig eingeführt werden müssten. Was Joss Wheedon wiederum völlig entspannt sieht: "Bloß, weil es ein Buch namens 'Age of Ultron' gibt, meinen viele Leute, dass wir genau an dem arbeiten. Das ist aber nicht der Fall. Wir machen unsere eigene Version der Story um Ultron." Erwähnten wir schon, dass der Mistkerl literarisch schon etliche große Helden auf den Superfriedhof gebracht hat? Ein Gedanke, bei dem einige der Avengers unruhig werden sollten. Und zwar eigentlich jeder, der nicht in den nächsten Jahren mit einem Solofilm verwöhnt wird. "Iron Man 4" ist schon in Planung, auch Natasha Romanoff alias Black Widow alias Scarlett Johansson freut sich bereits auf ihr Solo. Als Gott ist "Thor" sogar noch schwerer zu töten als der "Hulk", Captain America eine US-Ikone - das rückt irgendwie Jeremy "Hawkeye" Renner ins Fadenkreuz. "Ein echter Spaß für mich ist es dieses Mal, die Story um Hawkeye zu schreiben", freute sich Wheedon, fast ein bisschen zu auffällig, vor der Presse. "Im ersten Film war er ja ziemlich früh und für den größten Teil des Films von einem bösen Buben besessen. Daher ist es jetzt wirklich schön, ihn zur Verfügung zu haben und mit anderen Charakteren interagieren zu lassen."

 

Ein Job für Vin Diesel?

Ist Sterben eine Form der Interaktion? Irgendwie schon. Davon wiederum versteht Gewaltfetischist Riddick - seit seiner Einführung in "Pitch Black" trefflich verkörpert von Vin Diesel - eine ganze Menge. Der kommt zwar in der Welt von Marvel nicht vor. Aber mit seiner Erfahrung als knallharter Mistkerl im breiten Kreuz schleicht Vin Diesel bereits die ganze Zeit durch Hollywood, um endlich auch mal ein Superkostüm überstreifen zu dürfen. Und wenn bei den Guten gerade keine Stelle frei ist, darf's ruhig auch eine Position als Bösewicht sein - irgendwie vom Stellenprofil auch bei weitem passender. Bislang noch zu haben: Ultron und Thanos - beides echte Schwergewichte der Schurken-Zunft. Und da Thanos seinen großen Auftritt erst bei "Avengers 3" haben soll, könnte es durchaus sein, dass Vin Diesel demnächst als Ultron auf hohem Niveau Unfrieden stiftet. Schließlich tönt er schon die ganze Zeit vielsagend durch die Gegend, dass er und Marvel an einem gemeinsamen Süppchen kochen. "Bis zum Ende des Monats wird es ziemlich wichtige Nachrichten geben", lautetet eines seiner Statements. Und dass Vin Diesel den Avengers richtig einheizen warf, wäre eine Nachricht, die wir noch dazu mit Wohlwollen lesen würden.



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