Fernsehen

Josefine Preuß: "Ich will ausrasten!"

Auf Erfolg gepolt: Josefine Preuß ist "Die Hebamme". Mit TV Movie spricht sie über Ängste, Babys und Träume

Josefine Preuß
Josefine Preuß

Sie kann das gut: Sich trotz ihrer zierlichen 1,55 Meter lautstark behaupten – und alle mit ihrer Offenheit verblüffen. Josefine Preuß (28) zählt seit „Türkisch für Anfänger“ (2012) bei uns zu den gefragtesten Stars, feierte Erfolge mit „Das Adlon“ und „Die Pilgerin“. Zum Interview treffen wir uns im Hamburger Hyatt-Hotel. Wir wollen über ihren SAT.1-Thriller „Die Hebamme“ (25. März, 20.15 Uhr auf SAT.1) sprechen, in dem Preuß im 18. Jahrhundert die Kunst der Geburtshilfe erlernt – und driften ab.

Frau Preuß, in Ihrem Film...

Josefine Preuß: Josefine, bitte!

Ok. In deinem Film „Die Hebamme“ gehts brutal zur Sache...

Bei mir hat der Dreh heftige Phantomunterleibschmerzen ausgelöst,  viele  der  Szenen mit Geburtszange und gebutterten Fingern bei den Ärzten haben  wir  dazu  mit  echten Schwangeren  gedreht.  Unglaublich mutig von den Frauen, dass die das gemacht haben.

Warst du erschrocken über die medizinischen Methoden der Zeit?

Ich habe vorher ausgiebig recherchiert. Und mir ist klar geworden, dass wir nur Dank dieser Anfänge der Forschung mit leider oft menschenunwürdigen Versuchen heute über ein großes medizinisches Wissen verfügen.

Planst du eigene Kinder?

Nach diesem Film erst mal nicht. Nee, bevor ich ein Kind kriege, adoptiere ich lieber ein Hundebaby.

Was ist mit Heirat?

Du meinst den Russen?! Alles Gerüchte!  Vladimir  Burlakov und ich sind gute Freunde. Er bringt mir was zu Essen und wir gucken zusammen Fernsehen. Er ist quasi mein Ernährer.

Und Elyas M’Barek, geht die Lovestory mit „Türkisch für Anfänger 2“ weiter?

Nein, Dreharbeiten sind keine geplant – nicht 2014. Elyas macht jetzt erst einmal sein „Fack ju Göhte 2“.

„Die Hebamme“ ist dein dritter großer Film in historischen Kostümen...

Aller guten Dinge sind drei, darum muss jetzt was anderes kommen. Ich habe alle Angebote abgelehnt, die in Richtung Historienschinken gingen.

Hast du keine Existenzängste?

Im Gegenteil, ich bin Beamtentochter. Seit  meinem  zwölften  Lebensjahr habe ich eine private Altersvorsorge – und finde es armselig, dass man sich in Deutschland so früh darüber  Gedanken machen muss.

Welche Filme stehen jetzt bei dir an?

Im März und April drehe ich in Berlin „Die Abrechnung“, ein Zweiteiler fürs ZDF. Es geht um die Schlecker-Affäre – ich spiele eine vom Konkurs betroffene, kämpferische Verkäuferin.

Bist du eigentlich nur noch für Hauptrollen zu haben?

Ich will Nebenrollen!!! Da darf man mehr ausrasten, so richtig auf die Kacke hauen. In der Hauptrolle muss man immer so sausympathisch sein.

Wie weit würdest du gehen, um eine Traumrolle zu bekommen?

Bei starken Gewichtsab- und zunahmen streike ich. Ansonsten – ich bin zu allem bereit. Einmal habe ich, um dem Filmteam die Scheu vor Nacktszenen zu nehmen, meinen Bademantel aufgemacht und gesagt: „Guckt mal alle her. So seh ich aus.“ Ich habe mich da nie geniert.

INTERVIEW: Uta Tiedemann

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