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Jonas Hector: So tickt unser EM-Star!

Der Name Jonas Hector ist momentan in aller Munde. Kein Wunder: Hector ist einer DER deutschen EM-Helden. Hier erfahrt ihr alles Wichtige über ihn.

Jonas Hector gegen Italien
Schuss ins Glück: Jonas Hector entschied den Elferkrimi gegen Italien und brachte Deutschland damit ins EM-Halbfinale. (Bild: gettyimage)

Der Spätzünder

Ihm hatten wohl die wenigsten Experten eine Hauptrolle bei der EM in Frankreich zugetraut: Jonas Hector. Mittlerweile ist der Linksverteidiger eines der wichtigsten Gesichter der aktuellen DFB-Siege. Dabei ist Hectors Karriere weniger imposant als die seiner Teamkollegen. Als einziger Spieler im DFB-Kader besuchte der 26-Jährige keine Fußballakademie. Hector spielte bis 2010 sogar nur in der Fußball-Oberliga. Dann wechselte er in die U21-Mannschaft des 1. FC Köln. Als ein Großteil der aktuellen EM-Kicker sich bei der WM 2014 in Brasilien bereits den Weltmeister-Titel gesichert hatte, kickte Hector noch nicht einmal in der Bundesliga!

Steiler Weg nach oben

Sein BL-Debüt feierte Hector erst mit 24 Jahren, im August 2014. Seitdem konnte er seine Karriere dank konstant starker Leistungen aber pushen. Sein Glück: Die linke Abwehrseite ist seit Jahren ein Sorgenkind von Bundestrainer Jogi Löw. Da kam Hector gerade richtig! Er ist auf seiner Position faktisch ohne Konkurrenz, stand 2015 in allen neun DFB-Pflichtspielen im Team. Inzwischen ist er kaum noch aus der Mannschaft wegzudenken. Hector spielt meist sehr solide, aber unauffällig. Er ist eigentlich keiner für die ganz große Show.

Mit einem Schuss zum EM-Helden

Bis jetzt! Denn im Elfmeterkrimi gegen Italien schnappte sich Hector den Ball und schoss Deutschland zum Sieg gegen den Angstgegner. Damit hat sich der Kölner nicht nur ein eigenes Kapitel in den Geschichtsbüchern des DFB gesichert, sondern auch die letzten Kritiker und Zweifler überzeugt.

Sympathischer Kerl

Fußballer sind Selbstdarsteller. Da sind die DFB-Kicker keine Ausnahme. Ihre Bühne sind die Sozialen Medien: Auf Facebook, Instagram und Co haben Özil, Draxler und Co etliche Millionen Follower. Jonas Hector hat das nicht! Er inszeniert sich nicht im Netz, hat keinen Social-Media-Account, den er mit Posts und Bildern füttert. Das macht ihn umso sympathischer! Denn Hector lässt sich nicht ablenken, sondern konzentriert sich auf seinen Job: Siege mit der DFB-Elf einfahren! Wir sind uns sicher, dass Hector auch gegen Halbfinalgegner Frankreich eine wichtige Rolle zukommen wird. Denn seine Gegenspieler auf den Außen heißen Antoine Griezman, Kingsley Coman und Dimitri Payet. 

Wechselgerüchte

Hectors tolle Leistungen bei der EM sind natürlich auch europäischen Topclubs nicht verborgen geblieben. Zwar hat Hector noch einen gültigen Vertrag beim 1. FC Köln und fühlt sich dort pudelwohl. Allerdings sollen wohl der VFL Wolfsburg sowie die englischen Topclubs FC Liverpool und Tottenham Hotspurs um den Linksverteidiger buhlen. Kölns Coach Coach Peter Stöger sagte dazu ganz nüchtern: "Er ist jetzt vielleicht mehr im Fokus. Aber die, die ihn kennen, wussten schon vorher, dass er ein guter Spieler ist." Ob Hector den Kölnern die Treue hält oder doch zu einem Topclub geht, werden wir wohl erst nach der EM erfahren. Bis dahin wird sich der deutsche Shootingstar voll auf seine Aufgaben beim DFB konzentrieren.

Immer auf dem neusten Stand: Bei uns erfahrt ihr alles über das EM-Halfinale

Die WM 2006 in Deutschland trägt zurecht den Titel "Sommermärchen". In unserem Video erinnern wir an die schönsten Momente von damals:

 

Von Caspar Winkelmann



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