News

„Joker“: Warner Bros. reagiert auf Gewalt-Kontroverse

Ein offener Brief bezüglich des Aurora-Attentats hat die Diskussionen um die explizite Gewalt im neuen „Joker“ Film angeheizt – nun reagiert Warner Bros.

Joaquin Phoenix im finalen "Joker"-Trailer
Der "Joker" sorgt für Gesprächsstoff. Bild: Warner Bros.

Angehörige und Freund von Opfern des Aurora-Anschlags vom Juli 2012 (ein Attentäter erschoss während der mitternächtlichen Premiere des Batman-Films „The Dark Knight Rises“ 12 Menschen und verletzte zudem 58 weitere), haben sich in einem offenen Brief mit verschiedenen Forderungen an das für den „Joker“ verantwortliche Filmstudio Warner Bros. gewandt.

 

„Joker“: Maßnahmen gegen Waffengewalt

Darin fordern sie nicht etwa das Verbot des Films, sondern appellieren hauptsächlich an die Verantwortung des Studios, sich für strengere Regelungen der Waffengesetze einzusetzen. Da die Regierung nichts unternehme, könnten nur so gegen die Häufung von Amokläufen und anderen Gewalttaten in den USA vorgegangen werden. Denn jeder Comic-Fan wisse: Aus großer Macht folgt große Verantwortung. 

 

Warner Bros. bezieht Stellung

Das Filmstudio regierte nun auf den Brief und verwies auf ihren Einsatz bezüglich vergangener Amokläufe in Form von Spenden sowie Eingaben an die Politik hinsichtlich strengerer Waffengesetze. Des Weiteren würde man mit dem „Joker“ keinesfalls Gewalt in der Realität heraufbeschwören oder billigen wollen, so die Verantwortlichen weiter. 

 

„Joker“ Joaquin Phoenix bricht Interview ab

Hauptdarsteller Joaquin Phoenix hatte zuvor bereits ein Interview unterbrochen, in dem er gefragt wurde, ob die von ihm gespielte Figur nicht zu Gewalttaten ermuntere. Er fühlte sich von Frage nach eigenen Angaben stark verunsichert und besprach sich daraufhin nahezu eine Stunde mit dem Warner Bros. PR-Team. Persönlich sei er der Ansicht, dass Filme nicht die Verantwortung haben, Menschen moralisch zu erziehen. Zudem war er der Meinung, labile Menschen, die mit dem Gedanken an eine solche Gewalttat spielten, würden im Zweifelsfall ohnehin in allem einen Ansporn für ihr Vorhaben finden, da ihr Verhalten wahnhaft sei. 

Das Kinopublikum hierzulande kann sich ab dem 10. Oktober 2019 eine eigene Meinung über den „Joker“ bilden, wenn die Comicverfilmung in den deutschen Kinos anläuft. Im Kino von Aurora wird der Film übrigens nicht gezeigt werden.

 


Tags:
Das könnte Sie auch interessieren
TV Movie empfiehlt