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John Rambo auf Monsterhatz

John Rambo auf Monsterhatz
John Rambo auf Monsterhatz (STUDIOCANAL) STUDIOCANAL

Wenn es nach Sylvester Stallone geht, zieht der Kultveteran bald gegen ein genmodifiziertes Ungeheuer ins Gefecht.

Mit einem Messer kam für John Rambo der Ärger 1982 erst so richtig in Fahrt: Bei einer Polizeikontrolle findet ein Cop das beeindruckende Jagd-Utensil des Veteranen und höhnt: "Was jagst du? Elefanten?" Von da ab ging's in punkto Frieden für den Ex-Green Beret rapide bergab. Erinnern wir uns: Teil 1: Sheriffs und Nationalgarde. Teil 2: vietnamesische Soldaten und russisches Militär. Teil 3: wieder Russen - allerdings in Afghanistan stationierte. Teil 4: Flusspiraten und die burmesische Armee. Damit könnte man's ja eigentlich auch gut sein lassen. Zig Kontinente nach gewalttätigen Schurken abgegrast, dazu ein John Rambo, der offenbar Lust hat, sich dem deutlich gesünderen Landleben zu widmen - die Geschichte ist irgendwie auserzählt, die Schlacht geschlagen. "Ist sie nicht", findet offenbar Sylvester Stallone höchstselbst. Und da er vor einigen Jahren die Filmrechte an dem Science-Fiction-Roman "Hunter" von James Byron Huggins erworben hat, könnte man da Rambo-mäßig doch eigentlich ins Geschäft kommen. Clou an der Sache ist dabei der Gegner, den das unkaputtbare Stehaufmännchen hier vermutlich vorgesetzt bekommt. In "Hunter" dreht sich nämlich alles um ein Monster, das sich bereits durch eine geheime Forschungsstation in der Arktis plus Spezialeinheit gemetzgert hat - und nun Richtung Zivilisation unterwegs ist. Und da es die Intelligenz eines Menschen, die Wildheit eines Raubtiers samt extremer Kräfte hat, gibt es gar nicht so viele Optionen, es daran zu hindern. Geht es nach Sly Stallone, ist sein Alter Ego "John Rambo" noch die beste davon.

 

Monster gehen in Hollywood immer

Wenn man drüber nachdenkt: Auch nicht bodenloser als viele andere Storylines, die Hollywood schon höchst erfolgreich in Blockbuster verwandelt hat. Beim unausweichlichen Duell Mann vs. Monster könnte ruhig auch wieder das eingangs erwähnte Messer zum Einsatz kommen. So um den Bogen der fünf Teile letztlich zu schließen - wäre doch irgendwie nett selbstreferenziell. Und sollte sich dieses beim Einsatz gegen genetisch manipulierte Monster nicht ganz so wirkungsvoll erweisen wie gegen Elefanten, hätte man ja noch die "Expendables" in der Hinterhand, die ja auf der Suche nach einer neuen Aufgabe für Teil 3 der Söldner-Saga sind. Und der Gewinner heißt: Sylvester Stallone - so oder so.



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