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J.J. Abrams will altes "Star Wars"-Feeling

J.J. Abrams will altes "Star Wars"-Feeling
J.J. Abrams will altes "Star Wars"-Feeling (PR-Veröffentlichung) PR-Veröffentlichung

Mit seinen 47 Jahren kennt der Regisseur die wahre Magie der Sternenkriege nur zu gut. Und die Stolperfallen.

Mit drei Filmen wurde George Lucas zum Kultregisseur - und zum großen Weisen des kompletten Nerd-Universums der späten 70er und frühen 80er Jahre. Die Rede ist natürlich von der ersten "Star Wars"-Trilogie, heute gerne genannt "Episode IV bis VI". Allerdings hörte er damit einfach nicht auf und machte nochmal drei Teile. Die waren zwar ebenfalls ein gewaltiger Erfolg. Allerdings nicht unbedingt bei den alten Fans - die ihm wiederum diesen Verrat an "ihrem" Universum nie wirklich verziehen. J.J. Abrams weiß das natürlich. Und will offenbar um jeden Preis die Gräben zwischen diesen Fronten zuschütten. In einem Interview sprach der Regisseur der geplanten "Episode VII", dass er seinen Neustart der Saga eher in der Tradition der ersten Teile sieht. Er will zurück in eine Welt, in der alles was passiert neu und völlig unvorhersehbar ist - so, wie sich laut dem Filmemacher eben der erste Teil angefühlt hat: "Ich habe geliebt, wie 'Star Wars' diesen Schein einer Welt geschaffen hat, völlig jenseits von allem, das du je gesehen oder von dem du je gehört hattest. Und das war nur eines der Dinge, die es so brillant geschafft hat." Stimmt schon: "Wenn du den ersten Teil ansiehst, weißt du nicht genau, was das Imperium unternehmen wird. Ja, sie werden mit Furcht regieren - aber du weißt nicht, worauf sie hinaus wollen. Die Schönheit des Films liegt darin, dass es sich um eine unvertraute Welt handelte - aber du wolltest sehen, wie sich das Ganze entwickelt und wohin die Reise eigentlich geht." Dennoch liegt es ihm angeblich ferne, die späteren Teile zu kritisieren: "Viele Kids, die die Prequels gesehen haben, konnten sich genauso damit identifizieren, wie meine Generation mit den Originalen." Na wenigsten etwas. Damit aber die neuen Teile eine Brücke zwischen den Generationen schlagen, hat sich Abrams mit Lawrence Kasdan zusammengetan, um gemeinsam am Script zu arbeiten. Und der hat ja mit seinen Ideen für "Das Imperium schlägt zurück" und "Jäger des verlorenen Schatzes" ganze Arbeit geleistet, wenn's darum geht, faszinierende Stories zu ersinnen.

 

Neues Blut in alter Saga

Auch bei der Besetzung scheint man Wert auf Qualität zu legen. Denn zusätzlich zu den alten Recken wie Harrison Ford, Mark Hamill und Carrie Fisher - die allerdings nur in der Gerüchteküche eine feste Rolle für "Episode VII" haben - wurde jetzt ein ganz neues Gesicht im mimischen Umfeld von J.J. Abrams identifiziert: Das von Chiwetel Ejiofor. Kennen Sie nicht? Werden sie aber bald. Der hat sich für seine Rolle in "12 Years a Slave" eine Platzreservierung bei den nächsten Oscars erspielt. Auch in der Times war zu lesen: "Chiwetel Ejiofor, Spitzenläufer beim Oscar-Rennen, sitzt in der Lobby von J.J. Abrams' Büro herum. Wenn Sie Sci-Fi-Fan sind, könnte das eine große Sache für Sie sein." Jung, unverbraucht, extrem talentiert: Keine schlechte Wahl, also. Fragt sich nur: für was genau? Sohn von Lando Calrissian? Völlig haltlose Spekulation, natürlich. Macht aber trotzdem Spaß - wie eigentlich jedes völlig sinnfreie Gedankenspiel zur größten Sternensaga aller Zeiten.



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