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J.J. Abrams verteidigt "Star Wars"-Geheimniskrämerei

J.J. Abrams verteidigt "Star Wars"-Geheimniskrämerei
J.J. Abrams verteidigt "Star Wars"-Geheimniskrämerei (Paramount) Paramount

Der Regisseur sieht in seiner Nachrichtensperre sogar "eine gewisse Reinheit".

J.J. Abrams - souveräner Herrscher über die Film-Universen von "Star Wars" und "Star Trek" - hat bekanntermaßen einen fast zwanghaften Hang zur Geheimniskrämerei. Dass die Fans der beiden Science-Fiction-Reihen seine Nachrichtensperre nicht gerade mit Freude erfüllt, stört den Star-Regisseur offenbar nicht weiter. Ganz im Gegenteil: Er machte jetzt in einem Interview geradezu eine Tugend daraus. Angesprochen auf das kuriose Verwirrspiel über die Identität von Benedict Cumberbatch in "Star Trek Into Darkness" - der ja endlos abgestritten hatte, Captain Kirks Erzfeind Khan zu spielen, bis man bei der Premiere feststellte, dass er genau diesen verkörperte - sagte er zum Thema Verschwiegenheit: "Star Wars ist in jeder Beziehung eine andere Sache. Das war immer ein Universum, das offener und Fan-getriebener war, als ich es gewohnt bin. Aber ich bin sicher, dass sich ein Kompromiss finden lässt. Andererseits fühlt es sich für mich an, als würde auch eine gewisse Reinheit darin liegen, wenn man nicht alles bis in Kleinste vorher weiß." So kann man sich natürlich auch schönreden, dass Millionen treuer Fans weltweit informationstechnisch im Regen stehen. Und es gibt einen Mittelweg zwischen kompletter Nachrichtensperre und "alles bis in Kleinste vorher wissen". Sein Team scheint der Filmemacher aber schon komplett auf seine Linie der strikten Geheimhaltung eingeschworen zu haben. Die unterstützen ihn angeblich nach Kräften dabei: "Wenn ich jetzt an dem "Star Wars"-Script arbeite, haben die Leute in meinem Büro alle Fenster mit schwarzem Papier zugeklebt. Ich glaube, sie wollen dadurch sicherstellen, dass niemand sieht, was ich tue. Wirkt ziemlich extrem..."

 

Wichtig ist, was hinten raus kommt

Wenn zum Schluss das Ergebnis stimmt, soll alles verziehen sein. Sollte sich "Star Wars: Episode VII" jedoch am 17.12.2015 tatsächlich als Abstinker erweisen, werden ihn die Fans den Sturmtruppen zum Fraß vorwerfen. Und das völlig zu recht: Denn wer bei solchen Filmthemen wie "Star Wars" die gewaltige Fan-Community nicht aktiv mit einbezieht, hat auch keine Gnade verdient.



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