Fernsehen

Jetzt kommt Stromberg!

Die Glatze des Grauens kehrt zurück: Bürotyrann Bernd Stromberg kommt ins Kino.

Der Klobrillenbart gestutzt, die Platte geputzt, der muffig beige Anzug aufgebügelt: „Da bin ich wieder“, kündigt Deutschlands oberster Stinkstiefel unter den Bürochefs im Gespräch mit TV Movie an. „Wie ne Katze. Wenn man denkt, da is’ Feierabend, hab ich noch so fünf, sechs Leben in der Hinterhand.“

Gestatten, Bernd Stromberg. Gnadenloser Karrierist, geschieden und selbsternannter „Papa“ seiner Abteilung für Schadensregulierung M-Z bei der Capitol Versicherung AG. Zum Schaudern schön – ein humoristischer Hochgenuss! Zwei Jahre war „Stromberg“ nach 46 Folgen in fünf preisgekrönten Comedy-Staffeln bei ProSieben im Exil – jetzt hat TV Movie den Mann mit dem diabolischen Blick fürs Wesentliche exklusiv als Autor verpflichtet.

Neben der Arbeit als Schadensregulierer nimmt der „Bruce Willis der Quartalsberichte“ ab sofort und in den nächsten Ausgaben mit angespitzter Feder seine Beobachtungen über das Treiben in Film, Funk und Fernsehen aufs Korn. Und das Beste aus seinen TV-Staffeln gibt es ab sofort zum Sammeln bei TV Movie mit DVD. Der „Rudelbums“ auf Reisen Das allein füllt einen Mann wie Bernd Stromberg natürlich nicht aus. Er hat Großes vor.

Zehn Jahre nach dem Start der Serie, bei der alle stets so tun, als befänden sie sich in Dreharbeiten zu einem Dokumentarfilm über ih- ren Büroalltag, erobert „Stromberg – Der Film“ am 20. Februar die große Leinwand. „Was ,Die Simpsons’ und die Weiber von ,Sex in the City’ geschafft haben, sollte jetzt doch auch für mich und meine Belegschaft machbar sein“, tönt Stromberg selbstbewusst. In dem von ihm als Blockbuster angekündigten Kinofilm reist der Abteilungsleiter mit seinem „Rudelbums“ zur Betriebsfeier der Capitol Zentrale.

Stromberg wäre nicht Stromberg, wenn er das nicht für sich nutzen wollte. Schließlich geht er stramm auf die 50 zu. Und er weiß: „Karriere ist kein Plattenbau. Karriere ist ne Pyramide. Und da ist ganz oben nur Platz für einen. Deswegen haben die Ägypter auch zig Jahrtausende durch- gehalten und die Ossis nur 40 Jahre. Die allermeisten Leute sind aber eben mentale Ossis, nur ich war geistig immer schon Ägypter.“

TEXT: Uta Tiedemann

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