Kino

Jennifer Lawrence an Revolution des Kinos beteiligt

Bereits drei Wochen vor dem US-Kinostart ist der Film „Serena“ mit Jennifer Lawrence und Bradley Cooper in Amerika bei Google Play, iTunes und Amazon Instand Video erhältlich – und das ganz bewusst. Dieses Zeichen wird in den USA als ungewöhnlich, aber richtig begrüßt: eine kleine Revolution für flexibleres Konsumentenverhalten.

Jennifer Lawrence und Bradley Cooper werden mit "Serena" am Diktat der Kinobetriber rütteln.
Jennifer Lawrence (Getty Images) Getty Images

Im Regelfall dauert es Monate, bis ein Film nach seinem Kino-Debüt bei Streaming-Diensten erhältlich ist. Dass sich Magnolia Pictures dafür entschied, jetzt iTunes und Co. den Vorrang zu geben, ist interessant, bricht diese Vorgehensweise doch das Kino-Diktat in Sachen vorgeschriebene Konsumentenverhalten auf – gerade, weil es sich um einen Streifen mit Top-Besetzung handelt, obgleich dieser bei den Kritikern nicht unbedingt positiv ankam.

In Deutschland lief „Serena" bereits Ende letzten Jahres an. Die Romanverfilmung spielt während der Großen Depression im Jahr 1929 und dreht sich um das frisch verheiratete Ehepaar George (Bradley Cooper) und Serena Pemberton (Jennifer Lawrence), das in die Wälder von North Carolina zieht, um sich sein eigenes Holzfäller-Unternehmen aufzubauen. Das gemeinsame Glück droht jedoch zu zerbrechen, als Serena mitgeteilt bekommt, dass sie keine Kinder bekommen kann. Als sie zudem noch erfahren muss, dass George bereits einen Sohn aus einer früheren Beziehung hat, packt sie die Angst, ihren Mann an seine zweite Familie verlieren zu können. Rasend vor Eifersucht schmiedet Serena einen mörderischen Plan …

Der Zuschauer könnte profitieren

Ob es mittelfristig zur Gewohnheit werden könnte, dass neue Filme mindestens parallel zum Kino-Start auf den Streaming-Portalen erhältlich sind, bleibt abzuwarten. Viele Verleiher wollen ihre guten Beziehungen zu den Kinobetreibern nicht riskieren. Allerdings kann am Ende des lineraren Fernsehens nach vorgeschriebenem Programm niemand mehr die Zeichen der Zeit verkennen. Der Zuschauer will heute selbst entscheiden, wann und wo er Filme schaut.



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