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Jannis Niewöhner: Vom smarten Filmstar zum militanten Tierschützer

Jannis Niewöhner
Jannis Niewöhner gehört zur Riege neuer deutscher Filmstars /Getty Images

Im neuen ZDF-Krimi "Dengler - Am zwölften Tag" zeigt Jungschauspieler Jannis Niewöhner eine ganz neue Seite von sich: Er riskiert sein Leben für den Tierschutz! Beim Anschauen des Films vorab musste TV Movie Online-Redakteurin Laura Schäfer das ein oder andere Mal schlucken, so übel sahen die Bilder von eingepferchten Schweinen aus. Vier Fragen brannten ihr unter den Nägeln, die sie Jannis Niewöhner unbedingt zum Film stellen wollte. 

Dengler, Jannis Niewöhner, Ronald Zehrfeld
Vater und Sohn: Ronald Zehrfeld als Privatermittler Dengler und Jannis Niewöhner als sein Sohn Jakob

TV Movie Online: Der Film zeigt ganz ungeschönt Massentierhaltung und spart dabei auch nicht mit krassen Bildern. Wie stehen Sie dem Thema gegenüber?

Jannis Niewöhner: Massentierhaltung ist eine schreckliche Art der Tierquälerei und mein Ziel ist es, sie nicht zu unterstützen, indem ich so gut wie möglich darauf achte, gutes Fleisch zu kaufen . Zum Vegetarier hat mich die intensivere Beschäftigung mit dem Thema durch den Film nicht gemacht, aber sie hat durchaus meine Aufmerksamkeit für dieses Thema geschärft.

TVM: Ihre Figur Jakob Dengler bringt sich für seine Überzeugungen zum Thema Tierschutz in Lebensgefahr. Haben Sie auch ein Thema, das Ihnen so sehr am Herzen liegt?

JN: Viele Themen liegen mir am Herzen und das Schöne an meinem Beruf ist ja, dass man immer wieder aufmerksam und offen für neue Bereiche sein muss. Das gilt sowohl für spezielle Themen, als auch für verschiedene Arten von Persönlichkeiten, die einem im privaten Leben erstmal nicht begegnen. Vieles, was ich durch den Film (besser) kennen gelernt habe, begleitet mich bis heute oder liegt mir heute am Herzen.

Dengler, jannis Niewöhner
Jakob schwebt in Lebensgefahr! Kann ihn sein Vater retten?

TVM: Jakob hat ein sehr schwieriges Verhältnis zu seinem Vater. Welchen Stellenwert nehmen Ihre Eltern in Ihrem Leben ein?

JN: Einen sehr hohen Stellenwert. Das Verhältnis zu meinen Eltern war glücklicherweise immer von viel Nähe und Vertrauen geprägt und vor allem bedingungslos. Ganz anders als bei Jakob und Dengler. Trotzdem erzählt der zweite Teil ja auch von einer starken Entwicklung dieser Vater-Sohn-Beziehung und zeigt außerdem, wie sehr sich diese beiden scheinbar so gegensätzlichen Charaktere doch ähneln.

TVM: Sie haben schon früh als Schauspieler gearbeitet, wie schätzen Sie die Entwicklung des deutschen Films und Fernsehens ein?

JN: Ich habe in diesen Jahren schon mitbekommen wie sich vor allem die Bedingungen deutsche Filme machen zu können verändert und an vielen Stellen vielleicht auch erschwert haben. Voll und ganz kann ich das nicht überblicken. Aber das muss ich auch nicht. Ich glaube das Wichtigste ist, dass die Lust und Energie, Geschichten auf diese Weise erzählen zu wollen und es auch zu müssen nicht verschwindet.

Jannis Niewöhner mausert sich vom Teen-Star zum reifen Drama-Darsteller

Jannis Niewöhner ist bekannt aus der Verfilmung der Edelstein-Trilogie ("Rubinrot", "Saphirblau", "Smaragdgrün") und spielte Tim in "TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine". Seinen ersten TV-Auftritt hatte er mit zehn Jahren 2001 in einem "Tatort". Zuletzt war er im Kino in dem von Kritikern hochgelobten Drama "4 Könige" zu sehen. Für seine Leistungen wurde er 2015 auf der Berlinale als einziger Deutscher unter zehn europäischen Schauspielern zum Shooting Star gekürt. 

In diesem Jahr wird man ihn als jugendlichen Kaiser Maximilian I. im ZDF-Dreiteiler "Maximilian: Das Spiel von Macht und Liebe" bewundern können. 



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