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Jan Böhmermann: Schmähgedicht-Streit geht in nächste Runde

Der Fall des sogenannten Schmähgedichts ist noch immer nicht zu den Akten gelegt. Jan Böhmermann zieht nun vor das Bundesverfassungsgericht.

Jan Böhmermann ZDF
Jan Böhmermann zieht wegen des Teilverbots des Schmähgedichts vor das Bundesverfassungsgericht. ZDF

Schon mehrfach hatte Jan Böhmermanns Anwalt Christian Schertz in der Vergangenheit angekündigt, notfalls auch vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen - jetzt machen die beiden ernst. Bereits im August soll dort die Klage eingegangen sein, wie "Tagesspiegel" berichtet. Der Satiriker will gegen das Teilverbot des sogenannten Schmähgedichts vorgehen. Nun soll der Erste Senat sich des Falls annehmen. 

Im März 2016 hatte Jan Böhmermann bei "Neo Magazin Royale" ein Gedicht verlesen, in welchem der türkische Präsident mit Sex mit Tieren sowie Kinderpornos in Verbindung gebracht wurde. Das Staatsoberhaupt reichte Klage ein. Mit dem jetzigen Schritt richtet sich Jan Böhmermann gegen frühere Urteile, in denen entschieden wurde, dass das Gedicht in Teilen auf die "personale Würde" Recep Tayyip Erdoğans abziele und entsprechende Passagen daher verboten seien.Die Richter lehnten ab, das gesamte Werk zu verbieten, wie es Erdogan eigentlich angestrebt hatte. 

Jan Böhmermanns Anwalt beharrt darauf, dass es sich bei dem Gedicht um eine "künstlerisch-kritische Auseinandersetzung mit den Grenzen der Satire" handle. Für die Zuschauer sei es offensichtlich gewesen, dass sie Aussagen übertrieben und beliebig gewesen seien und Erdogans Politik nur als aktuelles Beispiel gedient habe. 

 

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