Kino

James Cameron kämpft mit "Unterwasser-Capturing"

Schauspielkunst in digitalem Wasser - für "Avatar 2" muss Perfektionist James Cameron erneut seinen ganzen Erfindergeist bemühen.

James Cameron wäre nicht James Cameron, wenn er die Fortsetzung von "Avatar" nicht noch spektakulärer planen würde. Doch der Regisseur mit dem Tiefsee-Faible tut sich schwer beim erneuten Aufbruch nach Pandora. Weite Teile von "Avatar 2" sollen nämlich unter Wasser spielen - und hier stößt Perfektionist Cameron an seine Grenzen: Er muss einmal mehr Kinotechnik weiterentwickeln, um seine Vorstellungen auf die Leinwand zu bekommen. Produzent Jon Landau erläuterte während einer Technologie-Konferenz am Wochenende, was Camerons Team so ins schwitzen bringt: "Wir testen gerade mit einem Digital-Team von "Avatar", ob Performance-Capturing unter Wasser möglich ist", sagte Landau. "Wir können mittels Computergrafik zwar Wasser simulieren, aber nicht die Leistung der Schauspieler. Also stecken wir sie jetzt in einen Tank."

 

Gollum unter Wasser muss erst noch erfunden werden

Beim Performance-Capturing werden den Schauspielern Messpunkte auf den Körper geklebt. Deren "Action" wird vom Computer erfasst und auf den Avatar übertragen. Berühmtestes Beispiel für diese Kinotechnik ist die oscarprämierte Gollum-Arbeit von Andy Serkis für die "Herr der Ringe"- und "Hobbit"-Trilogien. "Wir wollen uns neue Technologie zunutze machen, um die nächsten beiden "Avatar"-Filme noch fesselnder und visuell attraktiver zu machen," fuhr Jon Landau fort, "wir stellen sie allerdings in den Dienst unserer beiden Hauptfiguren - Menschen gehen schließlich nicht ins Kino, um Technik zu bestaunen, sondern um sich von einer guten Story emotional packen zu lassen." "Avatar 2" wird nicht vor dem Jahr 2015 in den Kinos erwartet.



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