Kino

James Cameron änderte für "Titanic 3D" die Sterne

Ein kluger Mann fand heraus, dass der Nachthimmel in "Titanic" sternengeschichtlich falsch ist. Das ließ James Cameron nicht auf sich sitzen.

Keinem der Millionen Kinobesucher ist es wohl je aufgefallen: Kate Winslet alias Rose blickt in James Camerons "Titanic" auf einen sternengeschichtlich völlig falschen Nachthimmel. Konkret geht es um die Szene am Ende des Films, als Jack (Leonardo DiCaprio) von der hölzernen Wandverkleidung rutscht, auf die sich Rose und ihre große Liebe gerettet haben. Rose treibt allein durch den Nordatlantik, wartet auf Hilfe und blickt in den schwarzen Himmel über ihr. Dieses Detail ist nun einem ganz besonders schlauen Fuchs aufgefallen: Kurz vor Stapellauf von "Titanic 3D" erhielt James Cameron eine ziemlich bissige E-Mail von einem der führenden Astronomen Amerikas namens Neil deGrasse Tyson mit dem Hinweis, dass die Sterne in besagter Einstellung keinesfalls der astronomisch korrekten Konstellation vom 15. April 1912 entsprechen: "Er hat mir erklärt, dass dies nicht die richtige Position der Sterne zu diesem Zeitpunkt sei", so Cameron. "Ich mit meinem Ruf als Perfektionist hätte das gefälligst wissen müssen und nun solle ich das bitte ändern."

 

Jetzt stehen die Sternlein richtig

Dies ließ James Cameron nicht auf sich sitzen. Er schrieb dem Herrn eine ähnlich verknarzte Antwort zurück: "Ok, dann teilen sie mir gefälligst mit, wie die Sterne am 15. April 1912 um exakt 4.20 Uhr morgens gestanden haben. Dann werde ich das in den Film integrieren." Dies sei allerdings wirklich die einzige Szene gewesen, die Cameron inhaltlich angefasst habe. Alles andere sei genau so wie im Original von 1997. Unter was für einem neuen Sternenhimmel Kate Winslet und Leonardo DiCaprio nun dreidimensional in die eisigen Fluten sinken, wissen wir zum Filmstart von "Titanic 3D" am 5. April.



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