Kino

"Iron Man 3": Bösewicht durfte wegen Spielzeugverkauf nicht weiblich sein!

Warum durfte Robert Downey Jr. in "Iron Man 3" nicht gegen einen weiblichen Bösewicht antreten? Laut Regisseur Shane Black soll es am Spielzeugverkauf gelegen haben. Diese Enthüllung wirft einen dunklen Schatten auf die Gleichberechtigung in der Traumfabrik.

"Iron Man 3" Robert Downey Jr.
Dürfen Frauen in Marvel-Filmen keine Bösewichte spielen? "Iron Man 3"-Regisseur gab zu, dass sein Plan einer weiblichen Gegenspielerin zu Robert Downey Jr. wegen einer absurden Begründung gescheitert sei.

Hollywood liebt seine Frauen. Vor allem, wenn sie in einen hautengen Superhelden-Anzug gepresst werden, in denen ihre „Vorzüge“ besonders gut zur Geltung kommen. Zwar mag es sein, dass Marvel & Co. in den vergangenen Jahren mit Figuren wie "Black Widow" oder "Scarlet Witch" etwas gegen das männerdominierte Genre des Superheldenfilms unternommen hat. Doch anscheinend ist vieles davon nur reine Fassade.

Denn ausgerechnet „Iron Man 3“-Regisseur Shane Black enthüllte nun in einem Interview mit "Uproxx", dass es um die Gleichberechtigung „made in Hollywood“ nicht immer zum Besten steht. Denn ursprünglich hätte eine weibliche Schurkin, ähnlich der von Rebecca Hall verkörperten Maya Hansen, den Gegenpart zu Robert Downey Jr. übernehmen sollen. Doch daraus wurde wegen einer fast schon absurden Begründung nichts.

Frauen verkaufen weniger Spielzeug

Black gab offen zu: „Es gab einen frühen Drehbuchentwurf von 'Iron Man 3', wo wir ein ein kleines Problem hatten, denn in diesem Entwurf war der Schurke eine Frau. Wir hatten das Skript fertig und wir haben eine sehr bestimme Anmerkung bekommen, dass das so nicht bleiben kann und 'Wir haben uns nach Beratung umentschieden, dass das Spielzeug sich weniger gut verkauft, wenn es weiblich ist.' Wir mussten also das gesamte Drehbuch wegen der Spielzeugherstellung ändern. Dabei geht es nicht um (Kevin Feige), das ist die Marvel-Chefetage, aber nun haben wir dieses Problem nicht mehr“. 

Konkret übt Black damit Kritik an Ex-CEO Isaac „Ike“ Perlmutter aus, der mittlerweile keine Entscheidungsmacht mehr bei den Marvel Studios besitzt. Tatsächlich hatte sich „Ike“ lange Zeit gegen Frauen in der Marvel-Spielzeugproduktion ausgesprochen: Eine "Black Widow"-Figur ließ äußerst lange auf sich warten. Zwar hat sich seit dem Abgang des CEOs Einiges getan: Doch der Missstand von starken weiblichen Rollen äußert sich vor allem auch im Superheldengenre.



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