Kino

"The Interview" kommt nie ins Kino!

Es kann ein bedenkliches Signal aussenden: Der neue Film von Seth Rogen und James Franco, "The Interview", wird nicht im Kino zu sehen sein! Schuld daran sind Terroristen, die mit Anschlägen drohen.

The Interview
"The Interview"

"Es ist schwer zu glauben, dass dies eine Antwort auf eine Bedrohung des Äußerungsrechts in Amerika ist", schrieb Ben Stiller. "The Interview zu canceln scheint ein ziemlich furchtbarer Päzedenzfall zu werden", äußerte sich Zach Braff. Und Steve Carell fasste zusammen: "Ein trauriger Tag für die kreative Meinungsäußerung." 

Mit Entsetzen nimmt Hollywood auf, dass Sony Pictures Entertainment seinen neuen Film "The Interview" komplett aus dem Programm nimmt. In der Story sollen Seth Rogen und James Franco als Journalisten nach Nordkorea reisen, um dort Machthaber Kim Jong Un zu interviewen. Bei der Gelegenheit sollen sie den Diktator umbringen. Diesen Plot fanden Unbekannte offenbar so unlustig, dass sie drohten, Kinos und seine Besucher in 9/11-Manier zu attackieren. 

Das Sicherheitsrisiko war den meisten Kinobetreibern zu hoch und schlossen "The Interview", das am 25. Dezember starten sollte, aus ihren Programmen aus. Daraufhin zog die Produktionsfirma Sony den Film komplett zurück. Nun soll nicht einmal eine DVD oder eine TV-Ausstrahlung möglich sein. 

Dieser weitreichende Zwischenfall markiert den Höhepunkt der negativen Schlagzeilen um Sony. Das Unternehmen wurde zuletzt von einem Hacking-Skandal gebeutelt, wodurch fast tägliche E-Mails mit brisantem Inhalt öffentlich werden. So wurde Angelina Jolie schon als "verwöhnte Göre" bloßgestellt und Regisseur David O. Russell als "wahnsinnig" bezeichnet.

Doch mittlerweile sei man sich "zu 99 Prozent sicher", die Quelle des Skandals gefunden zu  haben. Die "New York Times" zitierte einen Mitarbeiter der Regierungsadministration, der bestätigt, dass Nordkorea in den illegalen Hack "zentral involviert" ist. Die Regierung in Pyöngyang hatte dies bislang von sich gewiesen. Für den heutigen Donnerstag ist ein Statement der US-Regierung zu erwarten. Derzeit wäge man dort eine Reihe von Optionen ab, teilte Bernadette Meehan, die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats, mit. Für "The Interview" dürfte das jedoch zu spät sein.









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