Kino

Insolvenz des Effektstudios Rhythm & Hues könnte Einfluss auf fünf Filme haben

Mit Snow White & the Huntsman und Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger ist Rhythm & Hues bei der

Insolvenz des Effektstudios Rhythm & Hues könnte Einfluss auf fünf Filme haben
Insolvenz des Effektstudios Rhythm & Hues könnte Einfluss auf fünf Filme haben

Mit Snow White & the Huntsman und Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger ist Rhythm & Hues bei der diesjährigen Oscar-Verleihung gleich zweifach in der Kategorie "Beste Spezialeffekte" nominiert. Doch dieser Erfolg zahlt sich für die Firma nicht aus: Rhythm & Hues steht – wie bereits berichtet – vor dem Bankrott. Zwischen 2009 und 2011 generierte das Effektstudio noch einen durchschnittlichen Jahresumsatz in Höhe von fast 106 Millionen Dollar. Im Jahr 2012 ging der Umsatz jedoch auf 93,5 Millionen Dollar zurück. Während Rhythm & Hues zuvor ein profitables Unternehmen war, fuhr es letztes Jahr einen Verlust in Höhe von ca. 22,5 Millionen Dollar ein. Am Ende des vergangenen Geschäftsjahres wurden in der Bilanz bereits Verbindlichkeiten in Höhe von 34 Millionen Dollar ausgewiesen. Von der Rhythm & Hues-Insolvenz betroffen sind auch einige Projekte großer Studios: Rhythm & Hues arbeitete bis zuletzt für Fox an Percy Jackson: Im Bann der Zyklopen (Kinostart: 15.08.2013) und für Universal an R.I.P.D. (Kinostart: 01.08.2013), die beide im Sommer dieses Jahres erscheinen sollen. Hinzu kommen noch drei von Warners Bros. in Auftrag gegebene Filme: 300: Rise of an Empire (Kinostart: 01.08.2013), "Black Sky" (Kinostart bisher unbekannt) und The Seventh Son (Kinostart: 24.10.2013). Rhythm & Hues kann die Projekte nicht mehr zu den ausgehandelten Konditionen abarbeiten und ist auf zusätzliche Gelder der Auftraggeber angewiesen. Fox und Universal haben bereits finanzielle Unterstützung zugesichert, damit Rhythm & Hues die Arbeiten an den bereits in Auftrag gegebenen Filmen abschließen kann. Warner Bros. hingegen hat laut Gerichtsunterlagen die bereits übermittelten Rohdaten zu den genannten drei Filmen zurückgefordert und macht seinerseits Ansprüche gegenüber Rhythm & Hues in Höhe von mindestens 4,9 Millionen Dollar geltend. Rhythm & Hues hat am Standort El Segundo, Kalifornien, zuletzt 460 Mitarbeiter beschäftigt. Die Insolvenz des mehrfach ausgezeichneten Effektstudios unterstreicht die prekäre Lage der Branche in den letzten Jahren. Die Digital Domain Media Group musste im September letzten Jahres ebenfalls Insolvenz anmelden und wurde letztlich durch India’s Reliance MediaWorks und China’s Galloping Horse für nur 30,2 Millionen Dollar übernommen. Auch anderen Unternehmen, die sich auf Spezialeffekte spezialisiert hatten, erging es schlecht: Die in Kalifornien ansässigen Firmen Café FX und Asylum mussten vergangenes Jahr den Geschäftsbetrieb einstellen.



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