Fernsehen

"Ich bin kein rachsüchtiger Mensch"

In „Django Unchained“ verknüpft Quentin Tarantino(49) virtuos ein besonders düsteres Kapitel der US-Geschichte mit einer Hommage an sein Lieblingsgenre: Sklaverei und Spaghetti- Western. Der Kultregisseur über seine Actionfilme und Rachegefühle im Interview.

Tarantino bei der 70. Golden Globe Verleihung
Tarantino bei der 70. Golden Globe Verleihung

TV Movie: Mr. Tarantino, das Rachethema zieht sich wie ein roter Faden durch Ihr Werk. Haben Sie sich selbst schon mal an jemandem gerächt?
 
Quentin Tarantino: Nicht, dass ich mich erinnern kann (lacht). Ich bin kein rachsüchtiger Mensch. Meine Filme sind Rachefilme, aber das sind die meisten Actionfilme. Ich finde sie einfach nur cool.
 
TV Movie:  Christoph Waltz ist einer der wenigen guten Charaktere im Film. Wieso gerade er?  
 
Quentin Tarantino: Nach „Inglourious Basterds“ mit Christoph als Nazi wollte ich bei den Deutschen etwas wiedergutmachen (Waltz ist Österreicher, die Red.). Im Film kamen sie sehr schlecht weg, dabei habe ich nur gute Erfahrungen mit ihnen gemacht (lacht). Die Deutschen unterstützen meine Filme sehr.
 
TV Movie: Verraten Sie uns Ihre drei Lieblings-Western?
 
Quentin Tarantino: Sergio Leones „Zwei glorreiche Halunken mit Clint Eastwood und Lee Van Cleef ist für mich der beste Film aller Zeiten. Ich liebe alle Filme von Sergio Corbucci (Regisseur des Original-„Django“ von 1966, die Red.), aber „Navajo Joe“ mit Burt Reynolds ist mein absoluter Favorit. „Die Grausamen“ ist auch klasse. 
 
TV Movie: „Zu blutig“ gibts für Sie anscheinend nicht!
 
Quentin Tarantino:  Vielleicht, wenn ich eine romantische Komödie drehen würde. Aber selbst dann gäbe es wahrscheinlich Blut.
 
Interview: Helen Höhne
 
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