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Zwischen Schuld, Trauer und Hoffnung

„Hundertdreizehn“-Darsteller Max von der Groeben: So brutal war der Dreh der ARD-Serie!

Eine Serie, die unter die Haut geht: Darsteller Max von der Groeben über seine Rolle in „Hundertdreizehn“ – wie ihn die emotionale Geschichte über Menschlichkeit geprägt hat und was Zuschauer:innen daraus lernen können.

Max von der Groeben in seiner Rolle als Feuerwehrmann Jesper Lohbrink.
Max von der Groeben als Jesper Lohbrink in „Hundertdreizehn“. Foto: WDR/Windlight Pictures/Frank Dicks

„Hundertdreizehn“ erzählt die Folgen eines tragischen Busunglücks, das das Leben von 113 Menschen verändert – ein intensives Drama über Menschlichkeit und Verbundenheit in Extremsituationen. Doch nicht nur die fesselnde Storyline macht die Serie sehenswert – auch der hochkarätige deutsche Cast überzeugt.

Mit dabei: Max von der Groeben (33), der eines der zentralen Einzelschicksale verkörpert und in Folge drei im Mittelpunkt steht. Er verkörpert die Rolle des Jesper Lohbrink, ein Feuerwehrmann, der seit seiner Kindheit von tiefen Schuldgefühlen geplagt wird, weil er sich für den Tod seines Bruders verantwortlich fühlt. Im Interview mit TVMovie.de spricht er darüber, wie intensiv er die Dreharbeiten und die emotionale Wucht der Geschichte erlebt hat – und welche Spuren die Thematik bei ihm persönlich hinterlassen hat.

Max von der Groeben: Hinter den Kulissen von „Hundertdreizehn“ – Emotionen, Herausforderungen, Erfahrungen

Zoe Mertens, TVMovie.de: Die Serie „Hundertdreizehn“ zeigt, dass im Schnitt 113 Menschen direkt oder indirekt betroffen sind, wenn ein Mensch tödlich verunglückt. Dadurch entsteht ein „unsichtbares Netzwerk“, welches sich nach jeder Episode weiter ausbreitet. War dir diese Dimension vorher bewusst – und hat sich dein Blick dadurch verändert? 

Max von der Groeben: Die Intensität dieser Serie ist wirklich beeindruckend und hat mir die Dimension eines tödlichen Unglücks vor Augen geführt. Für mich ist das ein klares Bild für den sogenannten „Schmetterlings-Effekt“ – dass also das Handeln des Einzelnen Auswirkungen für weitere Personen hat – in diesem Fall ganze 113.

Jeder Charakter trägt seine eigene Geschichte von Verlust und Neuanfang. Was hat dich an dem Schicksal deiner Figur am meisten bewegt?  

Für mich war das Zusammenprallen der beiden Ebenen, Verlust und Neuanfang, besonders reizvoll. Auf der einen Seite die direkte Auseinandersetzung mit der eigenen Trauer, Schuld und Vergebung, gegenüber der aktiven Befreiung der Schuldgefühle. In einer einzigen Folge erfährt man nahezu das gesamte Leben der Hauptfigur, mit all seinen Facetten und verschiedenen Gefühlswelten. Das fand ich sehr spannend.

Laut Regisseur Rick Ostermann habt ihr mehrere Tage auch in einem umgedrehten Bus gedreht – teils bei großer Hitze und in voller Montur. Wie hast du die körperlich und emotional anspruchsvollen Szenen in diesem Setting erlebt?

Wir haben viel geprobt, vor allem mit den beiden Jungdarstellern, bis der Dreh wirklich in den Bus verlegt wurde. Die ganzen Szenen wurden in einer Halle gedreht – und dazu noch im sehr heißen Hochsommer in Köln. Mir war in diesem Feuerwehranzug also derartig warm, dass man denken könnte, die Schweißperlen stammen vom brodelnden Feuer direkt neben mir.

Hundertdreizehn-Charakter Jesper Lohbrink im Einsatz.
Er ist einer der ersten Einsatzkräfte am Unfallort – Max von der Groeben als Feuerwehrmann Jesper Lohbrink. Foto: WDR/Windlight Pictures/Frank Dicks

Gab es eine bestimmte Szene oder einen Moment am Set, der dir darüber hinaus besonders nahegegangen ist? 

Es ist schwer eine Szene herauszunehmen, weil es eher die Vielseitigkeit der einzelnen ist. Die Verstrickungen der Schicksale und Personen sind extrem präzise von unserem Autoren Arndt Stüwe herausgearbeitet und ziehen einen dadurch von Folge zu Folge.

Was wünschst du dir, dass die Zuschauer:innen nach dem Finale aus der Serie mitnehmen? Oder auch schon allein aus der Episode, in der du die Hauptrolle spielst?  

Vielleicht wird dem ein oder anderen bewusst, wie sehr alles mit allem zusammenhängt.

„Dein eigenes Handeln hat immer Auswirkungen auf dein Umfeld und auf deine Mitmenschen.“
Max von der Groeben

Dieses Bewusstsein kann uns mehr Nachsicht und Verständnis lehren.

Mehr als ein Unglück: Die Wucht von „Hundertdreizehn“

Ein Serienerlebnis, das unter die Haut geht: „Hundertdreizehn“ verbindet starke Emotionen mit großartigem Schauspiel. Zu sehen ab dem 10. Oktober in der ARD-Mediathek sowie am 14. und 15. Oktober, jeweils um 20:15 Uhr im Ersten.

Quellen
  • TVMovie.de

  • ARD

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