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How to Sell Drugs Online (Fast) Staffel 2: Die Netflix-Serienstars im Interview

Zum Start der zweiten Staffel der Netflix-Serie „How to Sell Drugs Online (Fast)“ wir mit haben Maximilian Mundt, Danilo Kamperidis und Damian Hardung gesprochen.

How to Sell Drugs Online (Fast) Staffel 2: Die Netflix-Serienstars im Interview
Die drei Schüler Lenny, Dan und Moritz vesuchen den nächsten Coup zu landen (v.l.n.r.: Danilo Kamperidis, Damian Hardung, Maximilian Mundt) Netflix

Seit Juli 2020 ist die zweite Staffel der deutschen Erfolgs-Comedy „How to Sell Drugs Online (Fast)“ auf Netflix verfügbar. TV Movie Online traf die drei sympathischen Hauptdarsteller Maximilian Mundt, Danilo Kamperidis und Damian Hardung zum Interview - in Zeiten von Corona natürlich ganz ungefährlich per Video-Konferenz.

TV Movie Online: Guten Morgen, Jungs! Die zweite Staffel von „How to Sell Drugs Online (Fast)“ ist endlich draußen! Ihr habt euch persönlich wie schauspielerisch ganz schön weiterentwickelt. Habt ihr zwischen den beiden Staffeln nochmal Schauspielunterricht genommen?
Danilo: „Ja auf jeden Fall! Ich möchte mich ganz herzlich bei Mia Sprengler, die bei den ersten drei Episoden der zweiten Staffel die Regie übernommen hat, und bei Slavko Popadic (Skylines), der mir als Coach noch viele gute Tipps auf den Weg bringen konnte, bedanken.“

TV Movie Online: Max, du gehörst mit 24 Jahren ja schon zu den „älteren“ Schauspielern der Serie und hast bereits einige Erfahrungen sammeln können. Gibst du deinen jüngeren Kollegen auch gelegentlich Tipps oder Ratschläge mit auf den Weg?
Max (lacht): „Wir haben während der Dreharbeiten in Köln im selben Haus gewohnt und uns abends vor den Drehs natürlich nochmal zusammengesetzt und Szenen und Texte geübt. Drehpartner können sich immer gegenseitig unterstützen. Besonders Danilo hat mir immer sehr viel Ruhe gegeben, weil ich doch immer ziemlich aufgeregt war. Aber der Rest ist Aufgabe der Regie.“

Moritz muss sich entscheiden: Freunde oder Dealer-Karriere (credit: Netflix)

TV Movie Online: Wenn ihr die Wahl hättet: Lieber Serie oder lieber Film?
Damian: „Also ich finde, das kommt immer ganz auf das Projekt an, beziehungsweise was in welchem Format besser funktioniert.“
Max: „Ich bin in den letzten Jahren ein echter Serienfan geworden, weil Serien mich für längere Zeit einfach noch mehr begleiten und ich mehr daraus ziehen kann.“

TV Movie Online: Hat ihr die Zeit um die Corona-Quarantäne genutzt, um das ein oder andere Projekt zu starten, um euch weiterzubilden oder Ähnliches?
Danilo (lacht): „Also ich persönlich habe mich eher zurückentwickelt.“
Damian: „Gegeben in welcher privilegierten Situation wir uns befinden, habe ich die Zeit für mich sehr genossen. Teilweise habe ich am Tag einfach acht Stunden lang gelesen.“ 
Max: „Mich hat diese Corona-Situation jetzt auch nicht komplett aus der Bahn geworfen, weil man gerade als Schauspieler ja häufiger mal Durststrecken hat, in den man auf die nächste Rolle wartet.“

TV Movie Online: Wisst ihr schon, ob es eine dritte Staffel geben wird?
Danilo: „Das hoffen wir natürlich alle!“
Damian: „Das hängt natürlich davon ab, wie die zweite Staffel ankommen wird. Aber ich habe da ein gutes Gefühl.“

TV Movie Online: Ihr hattet insgesamt rund 43 Drehtage. Wird das irgendwann anstrengend oder ist man letztendlich traurig, dass es schon vorbei ist?
Danilo: „Definitiv beides. Man hat halt Momente, in denen man ein bisschen fertig ist. Aber man muss sich dann einfach immer wieder bewusstwerden, dass man einen super tollen Beruf hat, der nicht selbstverständlich ist.“

TV Movie Online: Ihr alle über 20 und fertig mit der Schule. Erinnert ihr euch gerne an eure Schulzeit oder seid ihr froh, dass ihr den Schüler nur noch spielen müsst?
Danilo: „Ich glaube, ich habe mich noch nie mehr gefreut als an dem Tag, an dem ich mein Abi hatte. Aber ich kann jedem nur empfehlen die Zeit zu genießen. Man darf jeden Tag kostenlos etwas lernen und das bringt einem später einfach extrem viel.“ 
Damian: „Die Oberstufe war mega! Mit den unterschiedlichen Lehrern und Kursen wurden die Strukturen einfach ein bisschen aufgebrochen. Die Mittelstufe dagegen war über weite Strecken schon anstrengend.“
Max: „Ich fand die Schule besch***n und war einfach froh, als sie vorbei war. Ich war nur Teil eines großen Ganzen, ohne dass ich mich individuell entfalten konnte.“

Moritz (Maximilian Mundt) findet sich in sehr ungünstigen Situationen wieder (credit: Netflix)

TV Movie: Gibt es Momente in eurer Schulzeit, an die ihr euch richtig ungerne zurückerinnert?
Max: „Ich erinnere mich an eine Situation in Englisch. Wir sollten ein Sonett von Shakespeare auswendig lernen und vor der Klasse vortragen. Ich war super schlecht in Englisch und dachte mir ich rette jetzt meine Note und mach das, obwohl ich keinen Bock drauf hatte. Ich bin dann nach vorne gegangen und hab mich seitlich auf das Pult gelegt. Irgendwann bin ich aufgestanden und hab während meines Vortrages angefangen meinen Mitschülern sanft durch die Gesichter zu streicheln. Hinterher nannten mich alle nur noch Shakespeare.“  
Damian: „Ich musste beim Abiball als Stufensprecher eine Rede halten und hab die Gelegenheit einfach mal dazu genutzt, meine Meinung zur Schule kundzugeben. Die Schule war in vielerlei Hinsicht chaotisch und hat leider selten einen Funken entfacht. Da haben sich dann einige nicht ganz korrekt widergespiegelt gesehen. Ich habe das dann noch mit irgendeinem bedeutungsschwangeren Nietzsche Zitat abgerundet: ‘Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.‘ Ich habe keine Ahnung, ob irgendjemand was damit anfangen konnte, aber für mich war das einfach ein reinigender Prozess, eine Katharsis.“

TV Movie Online: Ein Glück liegt das alles in der Vergangenheit. Was wünscht ihr euch den karrieretechnisch für die Zukunft?
Damian: „Ich hätte mal Lust, irgendwann nochmal auf einer anderen Sprache etwas zu drehen. Italienisch wäre der Hammer! Das könnte ich mir richtig gut vorstellen."
Max: „Also ich würde gerne erstmal noch eine dritte Staffel von „How to Sell Drugs Online (Fast)“ zu drehen.“
Danilo: „Die Muttersprache meines Vaters ist griechisch und Ich hatte überlegt, nochmal einen Sprachkurs zu machen und irgendwann vielleicht nochmal in der griechischen Filmbranche richtig durchzustarten.“

TV Movie Online: Wer ist cooler, die öffentlich-rechtlichen Sender oder Netflix?
Alle (lachen): „Wir arbeiten natürlich für beide gerne!“

Interview: Lennart Schwenck

 

 



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