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Horror-Profi verfilmt "MacGyver"

Horror-Profi verfilmt "MacGyver"
Horror-Profi verfilmt "MacGyver" (Paramount/Wild Bunch) Paramount/Wild Bunch

Fleischwolf trifft Pazifist: James Wan hat anscheinend Interesse an der legendären TV-Serie bekundet.

Schon seit langem geistert ja als Gerücht herum, dass die Abenteuer des Improvisations-Genies "MacGyver" endlich auch die große Leinwand erobern sollen. Doch richtig Fahrt nahm das Comeback des geschicktesten Vokuhila-Trägers aller Zeiten nie auf, der als Allzweckwaffe einer geheimnisvollen Phoenix Foundation Unschuldige unblutig aus verschiedensten Klemmen rettete. Jetzt scheint jedoch Bewegung in die Sache zu kommen: Angeblich möchte James Wan auf dem Regiestuhl Platz nehmen. Eine delikate Wahl - auch, wenn der 35-jährige Filmemacher durchaus Erfolge vorzuweisen hat. Denn das Markenzeichen von Richard Dean Anderson aka MacGyver war kindheitstraumatisch bedingter Gewaltverzicht. Und das Markenzeichen James Wans bisheriger Filme war Gewalt - gerne kombiniert mit blankem Horror. Egal ob bei "Saw", "Dead Silence" oder "Insidious" - letztlich dreht es sich in seinen Werken immer darum, Menschen möglichst originell zu entleiben.

 

Gewalt ist nicht die Lösung

Das muss nicht heißen, dass MacGyver demnächst zwar immer noch keine Schusswaffe abfeuern, dafür aber zur Kettensäge greifen wird. Doch ein kleiner Beweis filmischer Konstruktivität würde die Gemüter aller Fans dann doch ein Stück weit beruhigen. Denn die wollen neben einem smarten Hauptdarsteller, der am besten wieder Richard Dean Anderson heißt, zumindest noch drei weitere Mitspieler: eine Büroklammer, Schnur - und natürlich das Schweizer Taschenmesser, mit dem das Allroundgenie von 1985 bis 1992 zumindest im TV seine mechanischen Wunder vollbrachte.



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