Fernsehen

"Die Höhle der Löwen": Geheimverträge der VOX-Show aufgedeckt!

Deal oder Fake? Die Gründershow „Die Höhle der Löwen“ gehört zu den beliebtesten deutschen Reality-Formaten. Doch beim Blick hinter die Kulissen offenbaren sich Geheimverträge, die kein gutes Licht auf die beliebten „Löwen“ werfen.

Die Höhle der Löwen Streit
Arbeiten die prominenten Investoren aus "Die Höhle der Löwen" hinter den Kulissen mit Knebelverträgen?

Mit Rekordquoten ging die letzte Sendung der zweiten Staffel von "Die Höhle der Löwen" in der vergangenen Woche zu Ende. Eine dritte Staffel wurde angesichts des großen Erfolgs quasi schon bestätigt. Also alles Friede, Freude und Eierkuchen beim Privatsender VOX? Mitnichten! Denn vergangene Woche wurde von "Bild" enthüllt, dass von den 35 zugesagten TV-Deals insgesamt 21 im Anschluss geplatzt sind.

Dem medialen Shitstorm entgegnete VOX-Sprecher Magnus Enzmann, dass „bei jedem Deal, der in der Sendung gemacht wurde, waren sowohl die ,Löwen‘ als auch die Startups in diesem Moment absolut gewillt, einen Vertrag miteinander abzuschließen.“ Doch Fälle wie beim Fingernägel-Startup "Beli-Luu", die, wie Gründerszene.de berichtet, erst aufgrund der Nachforschungen der Website erfahren hatte, dass ihr vermeintlicher Deal mit Teleshopping-Queen Judith Williams geplatzt sei, werfen kein allzugutes Licht auf die Investoren. Scheinbar fahren die prominenten Unternehmer auch nach der „Höhle der Löwen“ gerne ihre Krallen aus.

Doch das ist nur ein Punkt, der derzeit Kritik erntet. Auch die Verträge der Gründer mit der Produktionsfirma der Show sind ins Visier des Branchenportals "Gründerszene.de" geraten. Der Website liegt nun ein Solcher vor, der die Verbindlichkeiten der Gründer gegenüber der Produktionsfirma dokumentiert.

Nicht nur verpflichten sich die Start-Up-Unternehmer "dem/den Löwen zur Vorbereitung der konkreten Vertragsverhandlungen Einblick in alle relevanten Geschäftsunterlagen zu gewähren (due Diligence)", was von Branchenkennern kritisiert wird, sondern müssen auch eine branchenübliche Verschwiegenheitsklausel unterzeichnen, die die Gründer dazu zwingt zwischen Aufzeichnung und Ausstrahlung, zwischen denen Monate liegen, keinerlei Auskunft über geplatze Deals mit den Löwen zu geben. Für Gründer können genau diese "verlorenen" Monate über Erfolg und Misserfolg ausschlaggebend sein.

Besonders dürfte es jedoch die TV-Zuschauer ärgern, dass der vermeintliche Schein, den die Investoren nach außen hin werfen, oftmals trügt.

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