Kino

"The Hobbit": Gandalf-Darsteller McKellen weint bei Zwergen-Szenen

Schauspiel-Veteran Ian McKellen erlitt beim Dreh zur "Herr der Ringe"-Vorgeschichte einen Zusammenbruch, als er Dialoge mit 13 Zwergen spielen sollte, die gar nicht da waren.

"The Hobbit": Gandalf-Darsteller McKellen weint bei Zwergen-Szenen
"The Hobbit": Gandalf-Darsteller McKellen weint bei Zwergen-Szenen (Warner) Warner

Und darin ist Ian McKellen, der große Mimenveteran, ein Meister seines Fachs. Doch bei den Aufnahmen zur "Herr der Ringe"-Vorgeschichte "Der Hobbit", für die McKellen in seine Kultrolle als Gandalf zurückkehrt, geriet selbst der Edelmime an seine Grenzen. Eine Szene mit 13 Zwergen, die gar nicht real im Raum waren, erlitt er einen Nervenzusammenbruch. "Damit die Zwerge im Vergleich zu Gandalf auch klein genug aussehen, konnten wir die Dialoge nicht am selben Set filmen, wir mussten die Zwerge später am Computer hinzufügen", erklärt Ian McKellen die nervenaufreibende Prozedur. "Deshalb gab es bei den Aufnahmen meiner Dialogteile nur 13 Fotos der Zwerge, die auf Stativen mit Scheinwerfern angebracht waren. Je nachdem, welcher Zwerg gerade etwas sagte, dessen Scheinwerfer ging an. Darauf musste ich dann mit meinen Antworten reagieren. So zu tun, also ob man mit 13 Leuten in einem Raum ist, während man de facto aber ganz allein ist, das hat meine schauspielerischen Fähigkeiten absolut ans Limit gebracht. Ich habe geweint, ich habe wirklich geweint. Nach der Szene habe ich laut gesagt 'Dafür bin ich nicht Schauspieler geworden!' Dummerweise war aber mein Mikro noch an und so konnten mich alle am Set noch hören…"

 

Sean Connery: Wunsch-Gandalf verschenkte eine halbe Milliarde Dollar

Allzu großen Ärger hat sich McKellen mit seiner Frust-Äußerung zum Glück nicht eingehandelt. Und diese Szene hätte sicher jeden Schauspieler enorm gefordert. Das gilt garantiert auch für den Mimen, an den die Rolle des Gandalf ursprünglich hätte gehen sollen: Sean Connery. Der ehemalige Bond-Darsteller war der eigentliche Wunschkandidat, als Filmriese Warner die "Herr der Ringe"-Saga verfilmte. Das Problem damals: Mit Peter Jackson hatte man einen weitgehend unbekannten Regisseur und im Ensemble keinen echten Star. Wie nun bekannt wurde, bot man Connery zusätzlich zu den 10 Millionen Dollar Gage pro Film sogar unglaubliche 15% Einspielbeteiligung für alle drei Filme der Trilogie an. Das wären nach Expertenschätzung bei etwa 3 Millarden US-Dollar Einspiel weltweit etwa 450 Mio. Dollar geworden. Connerys knappe, typisch britische Erklärung seiner Entscheidung: "Ich habe 'Der Herr der Ringe' nie verstanden. Ich habe die Romane gelesen. Ich habe das Drehbuch gelesen. Ich habe die Filme gesehen. Und ich verstehe es immer noch nicht. Aber Ian McKellen ist großartig darin!" Denn Connerys Absage machte dann den Weg frei für Ian McKellen, der nun als Gandalf Liebling der Mittelerde-Fans ist. Ob zurecht, davon können wir uns wieder ab 13. Dezember wieder überzeugen, wenn "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" ins Kino kommt.



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