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Hillary Clinton auf der 70. Berlinale: Die Lieblingsfilme der Politikerin | Doku "Hillary"

Auf der 70. Berlinale 2020 stellte Hillary Rodham Clinton ihre vierteilige Doku "Hillary“ vor. Neben ihren Gefühlen zum aktuellen Kurs in der US-Politik verriet die ehemalige Präsidentschaftskandidatin und First Lady auch, was ihre persönlichen Lieblingsfilme sind.

Hillary Clinton und Nanette Burstein auf der 70. Berlinale 2020
Hillary Clinton und Nanette Burstein auf der 70. Berlinale 2020. Bild: Thomas Niedermueller/Getty Images
 

„Hillary“: Darum geht es in Nanette Bursteins Dokumentation

Ehemalige First Lady, Senatorin, Staatssekretärin und Präsidentschaftskandidatin - Hillary Rodham Clinton gehört ohne jeden Zweifel zu den polarisierendsten Persönlichkeiten der amerikanischen Politiklandschaft. Der Frage, warum das so ist, wollte auch die preisgekrönte Filmregisseurin Nanette Burstein in ihrem jüngsten Werk auf den Grund gehen. In den vier Teilen ihrer Doku-Serie „Hillary“ durchleutet sie zu diesem Zweck fünf aufeinanderfolgende Jahrzehnte der beeindruckenden Karriere der US-Politikerin. Neben persönlichen Einblicken bekommt das Publikum dabei auch bisher unveröffentlichtem Material der Präsidentschaftskampagne im Jahr 2016 zu sehen.

 

Hillary Clinton als besonderer Gast der 70. Berlinale

Auf der Pressekonferenz am 25. Feburar 2020 erklärt die Protagonistin, in „Hillary“ gehe es nicht nur um ihr eigenes Leben. „Es geht um Frauen, um unsere Politik, um all die Herausforderungen, die einem Menschen im Laufe seines Lebens begegnen.“ Nanette Burstein sei sie vor allem eins: dankbar. „Ich bin froh, dass ich das Leben hatte, das ich hatte und, dass es nun zu einem so wirkungsvollen und bewegenden Film geworden ist.“ Sie sei beeindruckt und überrascht, wie Nanette Burnstein all das, was aus ihren mehrtägigen Interviews (bzw. „Verhör“, wie es Burstein nennt) hervorgegangen sei, aufgegriffen und verwendet habe. „Sie hat es in einen fesselnden Film verwandelt“, betont Clinton noch einmal und wirkt darüber selbst ein wenig überrascht.

Dass es nun eine Dokumentation über ihr Leben und ihre Karriere gibt, bedeute allerdings nicht, dass ihre Arbeit getan sei. „Ich bin noch nicht an dem Punkt meines Lebens angelangt, an dem ich zurückschaue – ich schaue immer noch nach vorne. Es gibt noch so viel zu tun und anzusprechen, und das jeden Tag, dass ich noch nicht an mein Vermächtnis nachdenke, sondern darüber, wie wir jedem Amerikaner eine Krankenversicherung zugänglich machen können, wie wir mit dem Klimawandel umgehen sollen und wie wir Donald Trump loswerden [im Original: how do we retire Donald Trump] – das sind die Dinge, mit denen ich mich beschäftige!“

Seitenhiebe an Donald Trump bleiben nicht aus, doch aus den Antworten auf die Fragen der Journalisten geht hervor, dass die Verliererin der amerikanischen Präsidentschaftswahl 2016 die Schuld keineswegs nur bei anderen sucht. Sie habe Fehler gemacht, räumt sie ein. Sie hätte beispielsweise mehr tun können, um das schlechte Bild, das man von ihr gezeichnet habe, geradezurücken.

 

Berlinale 2020: Hillary Clinton, welche Filme lieben Sie?

Doch neben ihrer eigenen Doku und Politischem soll es bei der Pressekonferenz im Rahmen der 70. Berlinale natürlich auch um Filme gehen. Was schauen Ex-Präsident Bill Clinton und seine Frau eigentlich privat, so die Frage eines Reporters. Vor allem die Klassiker, verrät Hillary daraufhin. Ihre beiden Lieblingsfilme seien der Western „High Noon“ (Im Deutschen: „Zwölf Uhr mittags“) aus dem Jahr 1952 und der Liebesfilm „Casablanca“ von 1942. Das gelte auch für ihren Ehemann Bill Clinton.

Sie habe bezüglich Filmen allerdings „einiges aufzuholen“, so die Politikerin. Während des  Wahlkampfs 2016 habe sie zusammengerechnet allein 25 Tage mit Schminken und Frisieren verbracht. Ganz zu schweigen von Wahlkampfauftritten, unzähligen Fernsehauftritten oder den Debatten mit Donald Trump.

Und wer weiß, vielleicht konnte sich Hillary Clinton auf der Berlinale ja Inspirationen für einen kleinen Film-Marathon mit ihrem Ehemann Bill Clinton holen!

 


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