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Fernsehen

"heute-show": Drehverbot im Bundestag!

Es hagelte Proteste: Mehr als 600 "heute-show"-Fans beschwerten sich über das Drehverbot im Bundestag. Jetzt verteidigt das Haus die Entscheidung.

Der „heute-show“ droht Ärger: Bildmontage diffamiert realen Polizisten
Oliver Welke

Das ZDF-Satire-Magazin "heute-show" ist bekannt dafür, dass politische Geschehen ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Das Team um Moderator Oliver Welke schreckt auch nicht davor zurück, große Staatsmänner gekonnt durch den Kakao zu ziehen. Das Format erhielt in den letzten Jahren zahlreiche Auszeichnungen, darunter den deutschen Comedy-Preis, den deutschen Fernsehpreis und 2010 sogar den renommierten Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie "Unterhaltung". Doch jetzt wurde der Erfolgsshow die Drehgenehmigung im Bundestag entzogen!

Als Oliver Welke in der letzten Show eine Mitteilung von Ernst Hebeker, dem Pressesprecher des Bundestages, zitierte, dass es sich bei der "heute-show" um "keine politisch-parlamentarische Berichterstattung" handele und deshalb das Team der Sendung nicht mehr im Bundestag filmen dürfe, hagelte es mächtig Kritik. Schon während der Show sagte Welke: "Ja, ich meine, was machen wir denn sonst hier, außer politische Berichterstattung? Ohne Scheiß jetzt, jeder darf drehen im Bundestag. KIKA dreht im Bundestag. 'Bauer sucht Frau' dreht im Bundestag. Aber wir dürfen nicht rein." Zum Ende der Sendung regte Welke augenzwinkernd an, dass sich Herr Hebeker sicherlich auch über Fanpost freuen würde.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Laut SPIEGEL-Informationen gingen rund 600 Protestmails in der Verwaltung des Bundestages ein. Der Bundestag verteidigte jetzt seine Entscheidung gegen die Berichterstattung der "heute-show". Ernst Hebeker, der Sprecher von Bundestagspräsident Norbert Lammert, sagte gegenüber SPIEGEL Online, dass es sich keineswegs um eine grundsätzliche oder willkürliche Absage gehandelt habe. "Jeder Antrag auf Akkreditierung wird einzeln geprüft, das ist selbstverständlich." Die Absage sei aufgrund der Regeln im Bundestag erfolgt. So liege ein Verstoß "gegen die hiesige Geschäftsordnung im Reichstagsgebäude eine Satire-Inszenierung aufzuzeichnen" vor, hieß es auf Nachfrage von "Süddeutsche.de". Eine Plenarsitzung dürfe nicht lediglich als eine Art Kulisse dienen, um nur einen Protagonisten auf einer Pressetribüne zu filmen. Außerdem habe die Produktionsfirma Prime Productions als Dreh-Begründung den immer am Mittwoch stattfindenden Tagesordnungspunkt "Befragung der Bundesregierung" genannt. Tatsächlich wurde die Drehgenehmigung aber für den Donnerstag beantragt. Dadurch sei es zu einer zusätzlichen "Ungereimtheit" gekommen.

Oliver Welke und sein Team werden sich durch diese Absage sicherlich nicht beirren lassen und weiterhin versuchen, eine Drehgenehmigung im Bundestag zu erhalten: "Dieser Kampf ist noch nicht zu Ende. Das verspreche ich Ihnen, mein lieber Herr Dr. Hebeker", so Welke in der "heute-show".

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