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Hass im Netz: Morddrohungen gegen Tagesschau-Chefsprecher Jan Hofer

Die Anfeindungen in den sozialen Medien nehmen immer drastischere Züge an. Hass gehöre zum Alltag dazu, erklärte Jan Hofer in einem Interview. Er ist selbst betroffen.

Tagesschau Jan Hofer Frau Phong Lan
Jan Hofer sieht sich mit Hass-Kommentaren konfrontiert. Getty Images

Jan Hofer, seit 2004 Chefsprecher der Tagesschau in der ARD, sprach in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter anderem von einer abnehmenden Hemmschwelle bezüglich persönlicher Anfeindungen. Soziale Medien spielten dabei eine zentrale Rolle, bei denen in anonymisierter Form Drohungen verschickt werden können. Dazu zählten auch brutale Morddrohungen wie „Man müsste Sie aufhängen“, die der Nachrichtensprecher schon selbst erhalten hat. "Die ersten Male schlafen Sie schlecht, das kann ich Ihnen sagen." Deswegen habe er aufgehört, sich Äußerungen dieser Art durchzulesen. 

 

Jan Hofer besorgt über Gerichtsurteil gegen Renate Künast

Auch anderen Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, müssen sich mit Hatern im Netz herumschlagen. Die deutsche Politikerin Renate Künast etwa (Bündnis 90/Die Grünen). Sie versuchte gerichtlich gegen derartige gegen sie auf Facebook verbreitete Kommentare vorzugehen. Das Berliner Landgericht sah einige Beleidigungen jedoch als „zulässige Meinungsäußerungen“ an, weshalb Renate Künast die teilweise menschenverachtenden Kommentare akzeptieren musste.

Tagesschau-Chefsprecher Jan Hofer sieht dabei klar eine Grenze überschritten und kann die Entscheidung des Gerichts nicht nachvollziehen. "Dieses Urteil empfinde ich persönlich als eine Katastrophe."

 


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