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Hartes Urteil über "Squid Game": Jetzt reagieren die Darsteller!

Trotz des großen Erfolgs der Serie werden einzelne "Squid Game"-Darsteller nun heftig angegangen.

Squid Game
"Squid Game" wird zwar gefeiert, doch die Darstellung einzelner Schauspieler im Netz heftig kritisiert. Foto: Netflix

Die südkoreanische Netflix-Serie "Squid Game" feiert international riesige Erfolge. Inzwischen ist sie sogar die meistgesehene Produktion des Streaminganbieters, die es jemals gab und hat damit "Bridgerton" den Rang abgelaufen. Doch so hochgelobt die Storyline, die Umsetzung und Leistung der Hauptdarsteller auch wird, ein Aspekt wird im Netz immer häufiger kritisiert: Die Darstellung der VIPs, die während der Spiele auf einzelne Kandidat:innen wetten und ihnen bei ihrem Kampf ums Überleben aus der versteckten Lodge zusehen.

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Squid Game: Kritik an schauspielerischer Leistung

Auf Twitter mehren sich die Negativ-Kommentare zu den Darstellern, die die mächtigen Prominenten verkörpern. Der Vorwurf: Die englischen Dialoge und Figuren wirkten hölzern, es sei schlecht geschauspielert und vorgetragen worden. Auf der Plattform finden sich etwa Bemerkungen wie "Die Szenen mit den VIPs waren wirklich schrecklich: das Schauspiel, die Dialoge, ihre klischeehafte Attitüde, sogar der Schnitt" oder dazu, ob die Schauspieler "von der Straße aufgegabelt" worden seien. 

Gegenüber "The Guardian" verteidigten sich drei der "VIP"-Darsteller, John D Michaels, Daniel C Kennedy und Geoffrey Giuliano, nun. "Sie haben uns nicht einfach auf der Straße aufgelesen", so John D Michaels. "Nicht-koreanische Darsteller:innen sprechen oft Dialoge, die von jemandem übersetzt wurden, der oder die nicht Muttersprachler ist – manchmal werden die Übersetzungen sogar von Google Translate gemacht –, also können sie sich unnatürlich anhören."

Auch dafür, dass die Gespräche unter den VIPs nicht recht zum Ton der Serie passten und daher unfreiwillig komisch wirke, gibt es eine Erklärung: "Oft bekommen wir nicht die Drehbücher zur restlichen Serie. Wir bekommen nur unsere Szenen und haben somit keine Ahnung, wie die Serie tonal angelegt ist." Zudem hätten der Abstand und die Tiermasken, die sie während der Szenen tragen mussten, dazu geführt, dass sie fast hätten schreien müssen, um einander zu verstehen. Dies habe zu der "seltsamen Tonalität" ebenfalls beigetragen.

Nach dem Dreh gingen die Probleme weiter, so die Darsteller. Denn für nicht englischsprachige Cutter sei es schwierig, den idealen Schnitt zu setzen. 

 

Squid Game: VIP-Darsteller melden sich zu Wort

Squid Game: Die VIPs
Tödliche Spiele zum Vergnügen - für die VIPs. Foto: Noh Juhan | Netflix

Während John D Michaels betonte, die Botschaft von „Squid Game“ zu lieben und generell mit seiner Arbeit zufrieden zu sein, da seine Darstellung eine Interpretation dessen sei, wie ein westlich geprägter Mensch aus der Sicht einer anderen Kultur aussehen könnte, hatte sein Kollege Daniel C Kennedy mit der Kritik der Zuschauer zu kämpfen.

"Ich leide an klinischer Depression, es war also eine ganz schöne Herausforderung", so der Mime gegenüber "The Guardian." "Anfangs war ich wegen der Kommentare am Boden zerstört. Aber mit etwas Zeit, Abstand und ehrlicher Selbstreflexion konnte ich aus den Kommentaren besser das herausfiltern, was mir beim nächsten Mal nutzen kann, mich zu verbessern, im Gegensatz zu den Sachen, die nun einfach damit einhergehen, wenn man Teil eines Projekts ist, das globale Aufmerksamkeit bekommt."

Schauspieler Geoffrey Giuliano wiederum freut sich über den Rummel. "Dieses Projekt hat mich aus der absoluten, totalen Versenkung geholt. Ich bekomme Tattoos meiner Unterschrift. Ich bekomme Einladungen für Fellatio. Ich bin ein Star!", so der Darsteller, der in "Squid Game" den VIP verkörperte, der den Polizisten Jun-Ho zum Sex zwingen wollte.

 

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