Kino

Harte Kritik an der Liste der Bestverdienenden

Jennifer Lawrence
Während sich Jennifer Lawrence darüber freuen kann, die Schauspielerin zu sein, die am meisten verdient, machen derzeit berechtigte Kritikpunkte an dieser Liste die Runde. / Getty Images

Schon seit Ewigkeiten gibt es die sogenannte „Forbes List“, eine Liste mit den bestbezahltesten Schauspielerinnen und Schauspielern. Diese bekommen jetzt aber harsche Kritik, da die Ungleichheit zwischen Schauspielerinnen und ihren männlichen Kollegen so nur noch deutlicher sind. 

In diesem Jahr ist es wieder, wer hätte es anders gedacht, Jennifer Lawrence, die am besten bezahlt wird. Sie bekommt derzeit im Jahr ganze 52 Millionen Dollar. Auf dem zweiten Platz folgt Scarlett Johansson mit 35,5 Millionen Dollar. Es folgen Melissa McCarthy  (23 Millionen Dollar) und die chinesische Schauspielerin Binbing Fan (21 Millionen Dollar). Das letztere in der Liste so weit oben zu finden ist, freut uns ganz besonders. Schließlich ist der chinesische Filmmarkt derzeit auf dem Weg nach ganz oben. Soweit also alles klar. Die Bestenliste zählt insgesamt 18 Frauen, die insgesamt auf einen gemeinsamen Verdienst von 281 Millionen Dollar kommen. Nettes Sümmchen, oder? 

Hört sich ja alles ganz toll an, bis man sich die Liste der bestverdienenden Schauspieler daneben legt. Insgesamt kommen 34 Schauspieler auf 941 Millionen Dollar. Nicht  nur, dass die Männer insgesamt mehr verdienen, sondern auch die Länge der Liste lässt einen ins Grübeln kommen. Die höhere Gesamtsumme kann natürlich mit der Länge der Liste zu tun haben. Aber warum ist die Liste überhaupt länger? Scheint ja fast so, als hätte die Welt nur 18 Schauspielerinnen – oder sind die anderen vielleicht aufgrund ihres Gehaltes, das unter sechs Millionen Dollar liegt (Natalie Portman auf dem 18. Platz), nicht mehr erwähnenswert. 

Angesichts dieser Kritikpunkte, die sehr berechtigt sind, wird die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen wieder umso mehr deutlich. Wir können nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Liste im nächsten Jahr so überarbeiten, dass die Ungleichheiten zwischen den Schauspielerinnen und Schauspielern zumindest ein bisschen beglichen sind. 

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