„Harry Potter“-Darsteller Michael Byrne ist tot
Michael Byrne, bekannt als der gealterte Gellert Grindelwald aus „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“, ist im Alter von 82 Jahren verstorben. Die Nachricht sorgt auch unter „Indiana Jones“- und „James Bond“-Fans für Bestürzung.

Michael Byrne war ein Schauspieler, den Kino-Liebhaber über Jahrzehnte begleiteten. Seine eisblauen Augen machten ihn zum gefragten Darsteller, meist in Bösewicht-Rollen. In „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1“ übernahm er die Rolle des alten Gellert Grindelwald, der in einer der eindrucksvollsten Szenen von Lord Voldemort ermordet wird. Für viele „Potterheads“ bleibt dieser kurze Auftritt bis heute unvergessen, zumal Grindelwald später durch Johnny Depp und Mads Mikkelsen in den „Phantastische Tierwesen“-Filmen neu interpretiert wurde.
Sein Erfolg ging weit über „Harry Potter“ hinaus
Doch Byrne war weit mehr als nur ein Zauberer: 1989 lieferte er als Nazi-General Vogel in „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ denkwürdige Duelle mit Harrison Ford. Auch in „Braveheart“, „Gangs of New York“, „Der Morgen stirbt nie“ und zahlreichen weiteren Kultfilmen war er als Schurke oder schillernde Nebenfigur zu sehen. Insgesamt kam der gebürtige Londoner auf über 160 Film- und Fernsehrollen.
Mit seiner eindrucksvollen Präsenz prägte er nicht nur Blockbuster, sondern auch zahlreiche Serien und Theaterbühnen. Viele Kolleg:innen, Weggefährten und Fans würdigen ihn derzeit in den sozialen Netzwerken als vielseitigen, herzlichen und hochprofessionellen Schauspieler, dessen Vermächtnis weit über die Zauberwelt von Harry Potter hinausreicht.
In den letzten Jahren zog sich Michael Byrne nach mehr als fünf Jahrzehnten im Filmgeschäft ins Private zurück. 2019 beendete er offiziell seine Bühnen- und Filmkarriere, absolvierte aber noch Auftritte in Serien wie „Bodies“ und „The Phoebus Files“. Wie britische Medien berichten, starb er am 20. Juni im Kreis seiner Familie in London. Seine frühere Ehefrau, zwei Töchter und drei Enkelkinder trauern um ihn. Über die Todesursache ist bislang nichts bekannt.







