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Harrison Ford vor Comeback als "Blade Runner"?

Harrison Ford vor Comeback als "Blade Runner"?
Harrison Ford vor Comeback als "Blade Runner"? (Warner) Warner

"Keine Chance", hieß es noch vor kurzem. Der Replikantenjäger selbst sieht das aber völlig anders...

Der "Blade Runner" von Ridley Scott ist und war immer ein Film-Phänomen: Längst als großer, stilbildender Klassiker der Science Fiction verehrt, erntete er bei seiner Premiere 1982 eher gemischte Kritiken. Sogar heute trennt die Dystopie das Publikum in Instant-Verehrer des noch immer überwältigenden visuellen Stils samt rauschartiger Atmosphäre - oder in leicht verwirrte Enttäuschte, mit dem berühmten "Was soll das Ganze eigentlich?"-Blick. Und damit könnte man es ja auch gut sein lassen. Wenn nicht Regisseur Ridley Scott der Meinung wäre, dass dem Film nach über 30 Jahren eine Fortsetzung gut täte. Die anfängliche Irritation der kompletten Fangemeinde verwandelte sich nahezu übergangslos in nackte Panik, als Scott noch dazu ankündigte, dass sich Harrison Ford jedenfalls nicht wieder auf die Jagd nach Replikanten machen würde. Und Produzent Andrew Kosove behauptetet neulich noch markig: "Der Film wird nicht das Geringste mit Harrison Ford zu tun haben. Er wird eine komplette Neuerfindung. Und für mich heißt das, alles wird frisch gemacht - inklusive die Besetzung." So weit, so unerfreulich. Allerdings hat sich jetzt Harrison Ford - aka Blade Runner Rick Deckard - einfach mal selbst zu Wort gemeldet. Und seine Geschichte klingt völlig anders. Erfreulich anders: "Wir haben über die ganze Sache gesprochen. Und ich bewundere Ridley sehr als Mensch und als Regisseur. Und ich würde mich wirklich gerne mit ihm zusammentun, um die Geschichte weiterzuerzählen."

 

Alles hat ein Ende, nur Replikanten zwei. Mindestens.

"Weiterzuerzählen" hat er gesagt. Also nix mit Prequels im Stil von, "Tyrell - wie alles begann" oder die Modelle Nexus 1 bis 5. Plötzlich sieht man das Bild richtig vor Augen: Sean Young als Rachael, Daryl Hannah als durchgeknallte Pris, selbstverständlich Rutger Hauer als vom Leben besessener Replikant Roy Batty und sogar Edward James Olmos als widerlicher Handlanger Gaff... - wären alle in Hollywood noch am Start. "Die meisten davon sind im Film aber gestorben", hört man schon den kleingeistigen Einwand. Bisschen mehr Fantasie, meine Damen und Herren! Das waren Replikanten - und sind folglich replizierbar. Ob das emotionale Erlebnis, dieses Meisterwerk zum ersten Mal zu sehen, jedoch ebenfalls replizierbar ist, bleibt in der Tat zu bezweifeln.



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