Kino

"Hangover"-Regisseur kämpft beim Dreh mit Spielsucht

Todd Phillips zeigt in "Hangover" die absurdesten Exzesse in der Spielermetropole Las Vegas, dabei ist er selbst süchtig. Beim dritten Teil hatte er das besser im Griff als einst beim ersten.

Mit "Hangover 3" kehrt das Wolfsrudel an alte Wirkungsstätte zurück: in die Spielermetropole Las Vegas. Was Alan, Stu, Doug und Phil dabei erleben, spottet mal wieder jeglicher Beschreibung und entstammt dem Hirn von Regisseur und Serien-Erfinder Todd Phillips. Und der weiß nur allzu genau, wovon er da spricht. Denn der Filmemacher ist selbst unzählige Male in Vegas in Schwierigkeiten geraten. Schuld waren bei ihm aber nicht durchzechte Nächte oder wie bei Alan der Hang zu verbotenen Substanzen, sondern die Verlockungen der Zocker-Hölle. Das war besonders während der Dreharbeiten zum ersten Film ein Problem: "Ich war jeden Abend im Hotel noch im Schlafanzug unten beim Spielen, jede Nacht, und habe dabei geraucht", berichtet Phillips. "Ich hatte echt ein Problem mit Spielsucht. Alle Casino-Besitzer der Stadt kannten mich schon, weil ich auch andauernd in Streits und Prügeleien geriet." Als nun der Dreh des dritten Films anstand, war Phillips allerdings runter vom Spieler-Trip und hielt sich brav fern von den Spieltischen. Welches Chaos indes das Wolfsrudel in Vegas anrichtet, gibt's ab 30. Mai im Kino zu erleben.

 

Das Wolfsrudel im Treppenlift?

"Hangover 3" wird dann allerdings für lange Zeit das Letzte sein, das Fans von den vier Verrückten zu sehen bekommen. Das glaubt zumindest Alan-Darsteller Zach Galifianakis, der eigentlich schon nach dem ersten Film keine Lust auf "Hangover 2" hatte: "Mir schien das damals keinen Sinn zu machen", erklärt Galifianakis. "Ich bin ein Mensch, der Dinge, die gut waren, lieber ruhen lässt. Jetzt bin ich allerdings schon froh, dass wir einen dritten Film gemacht haben, weil er das zu Ende bringt, das für unsere Figuren nach dem zweiten Film noch sehr offen war. Jetzt haben wir ein richtiges Ende!" Darum glaubt Galifianakis auch nicht an einen vierten Film - zumindest nicht in absehbarer Zeit: "Das ist das Ende, alle Geschichten werden zu ihrem Finale geführt. Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass die vier nochmal zusammenkommen, wenn sie 90 sind. Das wäre lustig!"



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