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„The Handmaid’s Tale“ gewinnt Golden Globe als beste Dramaserie

„The Handmaid’s Tale“ feiert momentan riesige Erfolge und räumt nun sogar den Golden Globe als beste Dramaserie ab. Wieso die Serie gerade jetzt so erfolgreich ist, erfahrt ihr hier.

Handmaid's Tale Alexis Bledel Elisabeth Moss
Alexis Bledel und Elisabeth Moss in "The Handmaid's Tale" hulu

Die Hauptfigur Desfred aus Margaret Atwoods Roman „Report der Magd“, der als Vorlage für „The Handmaid’s Tale“ dient, ist eine der wenigen Frauen in den USA, die nach einer atomaren Katastrophe noch fruchtbar ist. In einem neugeordneten Amerika ist ihre einzige Aufgabe eben genau das: Kinder bekommen. Die Frauen, die dazu noch im Stande sind, wurden dafür auf wohlhabende Haushalte verteilt und gelten von da an nur noch als Magd. Sogar ihre Namen müssen sie ablegen. Stattdessen nehmen sie eine Bezeichnung an, die sich aus dem Vornamen ihres Commanders, also des Hausherren, und der Vorsilbe „Des-" ergibt.

 

„The Handmaid’s Tale“ räumt bei den Emmys und bei den Golden Globes ab

„The Handmaid’s Tale“ besticht nicht nur durch die fesselnde und irgendwie aktuelle Story sondern auch vor allem durch die Darbietungen der Schauspieler. Kritiker lieben die dystopische Serie und auch bei Preisverleihungen räumte sie schon einiges ab. Bei den Emmys 2017 gewann „The Handmaid’s Tale“ in fünf Kategorien.

Unter anderem konnte Elisabeth Moss den Emmy für die beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie mit nach Hause nehmen. Großen Erfolg feierte die Adaption des Margaret-Atwood-Romans jetzt auch bei den Golden Globes 2018. Sowohl der Preis für die beste Dramaserie als auch für die beste Serien-Hauptdarstellerin gingen an „The Handmaid’s Tale“.

 

„The Handmaid’s Tale“: Eine Welt voller Angst, Hass und Unterdrückung

Die Geschichte, die in „The Handmaid’s Tale“ erzählt wird, ist ebenso schockierend wie seltsam fesselnd. Frauen sind den Männern unterworfen, durch Kleiderordnungen und andere Verbote wird die Individualität des Menschen komplett untergraben und die Bürger stehen unter ständiger Überwachung. Eigentlich stellt Margaret Atwood hiermit eine völlig andere Welt da.

 

Durch die Serie, die diese Dystopie in einen aktuellen Bezug bringt, wirkt sie jedoch realer als je zuvor. Gerade in einem Jahr wie 2017, in dem ein Mann wie Donald Trump, der mit so einigen sexistischen Äußerungen für Schlagzeilen sorgte, Präsident der Vereinigten Staaten wird, scheint eine Serie wie „The Handmaid’s Tale“ wie gerufen zu kommen. Mit erschreckend realen Darstellungen führt sie uns vor Augen, was für eine Zukunft unbedingt verhindert werden sollte.

 

Elisabeth Moss‘ Charakter Desfred gilt als feministische Revolutionsfigur

Hauptdarstellerin Elisabeth Moss demonstriert in ihrer Dankesrede bei den Golden Globes, wofür die Serie stehen soll: „Margaret Atwood, das ist für dich und für alle Frauen, die vor dir gekommen sind und die mutig genug waren, sich gegen Intoleranz und Ungerechtigkeit auszusprechen und für Gleichberechtigung und Freiheit in dieser Welt zu kämpfen“. Damit spricht sie vor allem die momentane feministische Revolution an, die unter anderem mit dem Sex-Skandal um Harvey Weinstein und anderen Hollywood-Größen einherging.

Gerade jetzt, wo die Debatte um die Rolle der Frau in der Gesellschaft aktueller denn je ist, nimmt  „The Handmaid’s Tale“ die Stimmung der Zeit perfekt auf und sorgt mit starken weiblichen Charakteren für Ermutigung. Serien wie „The Handmaid’s Tale“ werden momentan noch mehr gebraucht als je zuvor.

Text: Selina Jüngling



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