Kino

Haftbefehl gehen Cuba Gooding Jr.

Gewalt gegen Frauen ist nie ein Kavaliersdelikt. Nicht in den USA - und schon gar nicht für einen Oscar-Preisträger wie den ehemaligen "Jerry Maguire"-Star.

Seine Rolle als Football-Diva in dem Film "Jerry Maguire" hat ihm 1996 den Oscar als bester Nebendarsteller eingebracht, auch in Michael Bays "Pearl Harbor" und "American Gangster" von Ridley Scott war der Schauspieler zu sehen - danach bewegte er sich zunehmend Richtung B-Movies. Eine Tendenz, die wohl das Nervenkostüm des einstigen Publikumslieblings zerrüttet hat. Einstweiliger Tiefpunkt seiner Karriere: Eine unerfreuliche Kneipen-Situation, in der Cuba Gooding Jr. wohl deutlich mehr Körpereinsatz gezeigt hat, als angebracht gewesen wäre. Als Fans den 46jährigen in einer Bar in New Orleans um Autogramme baten, fühlte er sich Medienberichten zufolge belästigt - was er der restlichen Welt auch lautstark verkündete. Seinen ganzen Zorn bekam dann eine Servicekraft zu spüren, die ihn eigentlich beruhigen wollte. Sie wurde von dem muskulösen Star gewaltsam weggestoßen. Dass er damit eine Grenze überschritten hatte, war Cuba Gooding Jr. wohl selbst klar: Als wenig später die Polizei eintraf, hatte er sich bereits vom Acker gemacht. Schlaue Idee für einen Nobody, schlechte Idee für einen bekannten Schauspieler - jetzt wurde gegen ihn ein Haftbefehl ausgestellt.

 

Da bröckelt die Fanbase

Lange wird er seine Abtauch-Strategie jedoch nicht durchhalten können. Schließlich steht er zur Zeit an der Seite von "Oprah Winfrey" und "Lenny Kravitz" für den Film "The Butler" vor der Kamera, und auch sein Fliegerabenteuer "Red Tails" startet in wenigen Wochen in den deutschen Kinos. Bleibt zu hoffen, dass er wenigstens eine Lektion lernt: Seine Fans sollte man stets gut behandeln - wer weiß, wie lange man noch welche hat. Allzuviele werden erst mal nicht dazukommen. Weder bei solchen Rollen - und schon gar nicht bei solchen Auftritten.



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