„Großstadtrevier“ gedenkt Wanda Perdelwitz (†41) ein Jahr nach Tod: Das ist der Ermittlungsstand
Zum ersten Todestag erinnern die „Großstadtrevier“-Macher an Wanda Perdelwitz, die letztes Jahr bei einem sogenannten Dooring-Unfall ums Leben kam. TV Movie fragte bei der Staatsanwaltschaft nach dem Stand der Ermittlungen.

Zehn Jahre lang gehörte Wanda Perdelwitz als Polizistin Nina Sieveking zum „Großstadtrevier“. Ihr Tod erschütterte im vergangenen Jahr unzählige Menschen: Die Schauspielerin war am 28. September 2025 bei einem Fahrradunfall in Hamburg lebensgefährlich verletzt worden. Am 6. Oktober starb Wanda Perdelwitz mit nur 41 Jahren.
Nun, ein Jahr später, gedachten die Produktionsfirmen Studio Hamburg Produktion und Letterbox Filmproduktion der Schauspielerin auf Instagram mit einem bewegenden Beitrag. Am 6. Oktober 2026 veröffentlichten sie ein Schwarz-Weiß-Foto, das Perdelwitz in ihrer vertrauten Serienrolle als Nina Sieveking in Polizeiuniform zeigt. Dazu schrieben sie: „In Gedenken an Wanda. Du fehlst!“ Ergänzt wurde der Beitrag durch das Datum „6. Oktober 2025“, eine Kerze und ein schwarzes Herz.
Wanda Perdelwitz: Ermittlungen sind ein Jahr nach ihrem Tod noch nicht abgeschlossen
Während das „Großstadtrevier“-Team an die Schauspielerin erinnert, dauert die juristische Aufarbeitung des tödlichen Unfalls an. Wie Oberstaatsanwältin Melina Traumann nun in ihrer Funktion als Pressesprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaften gegenüber TV Movie erklärte, ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen und weiterhin bei der Staatsanwaltschaft anhängig. Die Ermittlungen im Fall Wanda Perdelwitz laufen noch.
Bereits im Oktober 2025 war bekanntgegeben worden, dass gegen den zum Unfallzeitpunkt 28-jährigen Beifahrer des beteiligten Transporters wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt wurde.
Sogenannte Dooring-Unfälle sind kein seltenes Phänomen. Öffnen Fahrer oder Insassen eines Autos die Türen, ohne sich vorher zu vergewissern, dass sich von hinten niemand nähert, kann es zu folgenschweren Zusammenstößen kommen, die tödliche Folgen haben können.
Perdelwitz' tödlicher Fahrradunfall in Hamburg: Was über den Hergang bekannt ist
Der Unfall hatte sich am 28. September 2025 um 13:38 Uhr in der Straße An der Verbindungsbahn in Hamburg-Rotherbaum ereignet. Der Fahrer eines Ford Transit hatte im rechten Fahrstreifen angehalten, um seinen Beifahrer aussteigen zu lassen. Der Beifahrer öffnete die Tür genau in dem Moment, in dem sich die Schauspielerin von hinten auf dem daneben verlaufenden Radfahrstreifen näherte. Sie stieß mit der Tür zusammen und stürzte schwer.
Perdelwitz erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen. Ersthelfer versorgten sie, bis die Rettungskräfte eintrafen. Anschließend wurde sie unter Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus gebracht. Zur Rekonstruktion des Unfallhergangs setzte die Polizei einen 3D-Scanner ein und zog einen Sachverständigen hinzu.
Am 6. Oktober 2025 erlag Wanda Perdelwitz ihren Verletzungen. Der Fall löste nicht nur Betroffenheit aus, er führte auch zu einer Debatte um mehr Sicherheit für Radfahrer im Straßenverkehr.

„Großstadtrevier“-Star Wanda Perdelwitz bleibt unvergessen
Wie groß die Anteilnahme war, zeigte sich bereits wenige Tage nach ihrem Tod: Am 12. Oktober 2025 kamen nach Angaben des NDR rund 800 Menschen zu einer Mahnwache an der Unfallstelle. Der Fahrradclub ADFC kritisierte damals die Verkehrsführung und den nur 1,85 Meter breiten Radfahrstreifen.
Für viele Zuschauerinnen und Zuschauer bleibt Wanda Perdelwitz eng mit dem „Großstadtrevier“ verbunden, in dem sie von 2012 bis 2022 Nina Sieveking spielte. Der Gedenkbeitrag der Produktionsfirmen zeigt, dass sie auch hinter den Kulissen weiterhin fehlt.
Polizei Hamburg
Staatsanwaltschaft Hamburg







