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Grimme-Preis geht an „Prince Charming“!

Wer hätte das gedacht? "Skylines", "How to Sell Drugs Online (Fast)", Klaas Heufer-Umlauf, Joko Winterscheidt und „Prince Charming“ ergattern Grimme-Preis.

Joko und Klaas, Prince Charming und Skylines gewinnen einen Grimme-Preis
Grimme-Preis: Überraschende Netflix-Sieger & Ehrung von „Prince Charming“. Bilder: (l) GettyImages, (m) TVNow, (r) Netflix

Beim Grimme-Preis, dessen Gewinner am Dienstag in Essen vergeben wurde, konnten sich erstmal zwei Serien des Streaming-Anbieters Netflix durchsetzen. Welche das genau sind, ist überraschend, denn eine davon wurde nach nur einer Staffel abgesetzt: die Dramaserie „Skylines“. Der zweite Netflix-Sieger heißt „How To Sell Drugs Online (Fast“.

Auch zwei deutsche Moderatoren dürfen sich über eine Ehrung  freuen: Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf – allerdings im Fall von Letzterem nicht für „Late Night Berlin“, sondern für „Joko & Klaas Live - 15 Minuten“.

Das ist eine echte Ehre, denn der undotierte Grimme-Preis gilt als der renommierteste Fernsehpreis in Deutschland.

 

Alle Grimme-Preis-Gewinner im Überblick

Grimme-Preise in der Kategorie Fiktion

"Skylines" nach Staffel 1 abgesetzt - keine 2. Staffel
"Skylines". Bild: Christian Lüdeke/Netflix

Neben dem in Frankfurt am Main spielenden Drama „Skylines“ (Netflix) und der Krimiserie „Der Pass“ (Sky) gibt es auch für die deutsch-französische Serie „Eden“ (SWR/Arte/Arte France/ Degeto) den Grimme-Preis Spezial für "das Konzept einer europäischen Erzählung". Die Serie dreht sich rund um das Thema Migration und leistet einen wichtigen Beitrag zum aktuellen Zeitgeschehen.  

Ebenfalls in der Kategorie Fiktion erfolgreich: Der Episodenfilm "The Love Europe Project" (ZDF/ARTE) und das Drama "Hanne" (NDR/ ARTE). Dominik Grafs Drama ist der einzige Fernsehfilm, dem die Ehrung zuteil wird.

Grimme-Preis in der Kategorie Information und Kultur

Auch der Dokumentarfilm "Dark Eden" (3Sat/ ZDF) konnte überzeugen. Außerdem in der Kategorie geehrt: "Die Unerhörten - Über den Landtagswahlkampf in der Prignitz" (RBB) und die Dokumentation "Wie 'Holocaust' ins Fernsehen kam" (WDR/NDR/SWR). Auch der Dokumentarfilm "SeaWatch3" (NDR) konnte glänzen. Das Thema Seenotrettung steht im Zentrum - die Filmemacher Nadia Kailouli und Jonas Schreijäg begleiteten die Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete rund drei Wochen lang auf ihrer Reise.

Grimme-Preis in der Kategorie Kinder und Jugend

"How to sell drugs online fast"-Staffel 2 auf Netflix: Das wissen wir bisher
"How to Sell Drugs Online (Fast". Bild: Netflix

In der Kategorie „Kinder und Jugend“ dürfen sich neben den Machern der Netflix-Produktion "How To Sell Drugs Online (Fast)" auch die Drehbuchschreiber und Regisseure des Dokumentarfilms "Ab 18! Die Tochter von ..." (ZDF/3sat) über eine Auszeichnung freuen.

Den Grimme-Preis Spezial in der Kategorie Kinder und Jugend ergattern in diesem Jahr Bürger Lars Dietrich und Marti Fischer für die "herausragenden Doppel-Moderationen" der Musikcomedy „Leider laut“ (ZDF).

Grimme-Preis in der Kategorie Unterhaltung

Joko und Klaas, Joko Winterscheidt, Klaas Heufer-Umlauf, Das Duell um die Welt
Joko und Klaas. Bild: Getty Images

Doch nicht nur Netflix kann zum ersten Mal einen Grimme-Preis mit nach Hause nehmen, auch eine Dating-Show feiert Grimme-Premiere: „Prince Charming“ (TVNOW). Die Dating-Show für homosexuelle Männer vermittelte laut Jury "echte Vielfalt“.

Wie bereits erwähnt wird auch „Joko & Klaas Live 15 Minuten“ (ProSieben) geehrt. Sie sind jedoch nicht die einzigen Moderatoren, die einen Grimme-Preis mit nach Hause nehmen dürfen, auch Kurt Krömer wird mit seiner Talkshow „Chez Krömer“ (RBB) ausgezeichnet.

Grimme-Preis in der Kategorie Besondere Journalistische Leistung

Stellvertretend für die Redaktion von „Monitor“ (WDR) wird hier der Journalist Georg Restle "für die kontinuierliche und haltungsstarke Berichterstattung über Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus" ausgezeichnet.

Den Publikumspreis der Marler Gruppe ergattert bei der Verleihung 2020 die Satire "Der König von Köln" (WDR). Besonders hervorgehoben wird dabei die darstellerische Leistung von Judith Engel, Serkan Kaya und Joachim Król.

Die besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes geht an den Autor und Regisseur Dr. Heinrich Breloer.

Die Gewinner des 56. Grimme-Preises wurde zwar bereits verkündet, die offizielle Verleihung findet jedoch erst am 27. März in Marl statt.

 


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