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„Grey’s Anatomy“-Star Ellen Pompeo: „Das Arbeitsklima [am Set] war toxisch“

In einer Talkshow machte „Grey’s Anatomy”-Hauptdarstellerin Ellen Pompeo eine überraschende Aussage. Sie bezeichnete das Arbeitsklima bei „Grey’s“ als „vergiftet“.

"Grey's Anatomy"-Star Ellen Pompeo
„Grey’s Anatomy“-Star Ellen Pompeo: „Das Arbeitsklima [am Set] war toxisch“. Foto-Credit: VALERIE MACON/AFP/Getty Images

In der US-Talkshow „Variety‘s Actors on Actors“ warden prominente Persönlichkeiten nicht von einem Moderator interviewt, sondern tauschen sich mit anderen Celebritys aus. In der neusten Ausgabe traf „Grey‘s Anatomy“-Hauptdarstellerin Ellen Pompeo (49) auf „Empire“-Darstellerin Taraji P. Henson (48). Die Schauspielerinnen gelten als die beiden mächtigsten Frauen im TV-Geschäft.

Pompeo und Henson sprachen neben anderen Themen auch über ihren Alltag als TV-Darstellerinnen. Eine Aussage von Ellen Pompeo sorgte dabei für Aufsehen. „In den ersten zehn Jahren gab es ernsthafte kulturelle Probleme und sehr schlechtes Benehmen – es war ein wirklich toxisches Arbeitsklima“, so die „Meredith Grey“-Darstellerin.

Genauer führte sie das zwar nicht aus, doch die Vermutung liegt nahe, dass damit zum einen die ungleiche Behandlung bzw. Bezahlung männlicher und weiblicher Schauspieler gemeint war – Pompeo machte das am Beispiel von „Derek Shepherd“-Darsteller Patrick Dempsey fest, gab jedoch zu, dass er damals der weitaus erfahrenere Schauspieler war – zum anderen der Skandal um „Preston Burke“-Darsteller Isaiah Washington. Der heute 55-Jährige geriet 2006 in die Schlagzeilen, weil er seinen homosexuellen Kollegen „T.R. Knight“ als „Schwuchtel“ beschimpft haben soll. Er dementierte die Gerüchte zwar, musste die Krankenhausserie jedoch 2007 verlassen.

Die „toxische“ Situation hinter den Kulissen habe sich erst verbessert, als sie Mutter wurde, so Pompeo: „Auf einmal ging es nicht mehr nur um mich. Ich musste meine Familie versorgen. Mit 40 Jahren fragt man sich dann natürlich: Wo verdiene ich sonst so viel Geld? Aber nach der zehnten Staffel gab es einige große Veränderungen vor und hinter der Kamera.“

Sie habe gelernt für sich selbst einzustehen und Konflikte offener auszutragen. „Es wurde mein Ziel, die Arbeit zu einer Erfahrung zu machen, auf die ich stolz sein konnte, gerade weil es in den ersten Jahren am Set so viel Unruhe gab. Ich dachte: Es kann doch nicht sein, dass ,Grey‘s Anatomy‘ für das Publikum so fantastisch ist und hinter den Kulissen so ein Desaster“, so die 49-Jährige.

Ihren Job und die Familie überhaupt unter einen Hut bringen zu können verdanke sie Shonda Rhimes (49), denn die Schöpferin und Produzentin der Serie habe sie nach Kräften unterstützt. „Sie war großartig“, verrät Pompeo. „Sie lässt uns Schauspielerinnen Mütter sein. Ich muss nicht verreisen, ich muss nirgendwo hin.“

So sei es auch dazu gekommen, dass das Ende der Serie umgeschrieben worden sei. „Das ist es, was mich schließlich gehalten hat“, so Pompeo.

 
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