„Goodbye Deutschland“: Franziska Schmidt verließ Sansibar – so lebt sie heute!
Bei „Goodbye Deutschland“ kämpft Franziska Schmidt auf Sansibar um ihr neues Leben. Doch inzwischen hat die Auswanderin die Insel verlassen und ist nach Deutschland zurückgekehrt. Was hinter ihrer Entscheidung steckt und wie es ihr heute geht.

Ein Haus am Meer, tropische Temperaturen und ein Neuanfang fernab von Deutschland: Franziska Schmidt (38) wollte sich auf Sansibar ein neues Leben aufbauen. Für die alleinerziehende Mutter sollte die Insel vor der Küste Tansanias ein Ort werden, an dem sie Beruf, Familie und persönliche Freiheit besser miteinander verbinden kann.
Am Freitag, 9. Oktober 2026, um 20:15 Uhr ist die Auswanderin bei „Goodbye Deutschland“ auf VOX zu sehen. In der Folge erlebt Franziska eine besonders schwierige Phase: Nach der Trennung von ihrem Partner Saris wird sie schwanger, zudem kommt es während der Schwangerschaft zu Komplikationen.
Doch wer sich fragt, wie es für die Auswanderin nach den Dreharbeiten weitergegangen ist, bekommt inzwischen eine überraschende Antwort: Franziska lebt nicht mehr auf Sansibar. Sie ist mit ihren Kindern nach Berlin zurückgekehrt.
„Goodbye Deutschland“: Warum Franziska Schmidt nach Sansibar auswanderte
Der Wunsch nach einem anderen Leben entstand bei Franziska während einer Reise im Jahr 2022. Damals besuchte sie gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Sohn erstmals Sansibar. Zu diesem Zeitpunkt fühlte sie sich von ihrem Alltag in Deutschland zunehmend erschöpft. Als alleinerziehende Mutter fiel es ihr schwer, die Anforderungen ihres Berufs mit ihrem Familienleben zu vereinbaren. Auch privat war sie unzufrieden. Auf Sansibar begann sie, ihre bisherigen Lebensentscheidungen zu hinterfragen. Zurück in Berlin ließ sie der Gedanke an einen Neuanfang nicht mehr los.
Schon wenige Wochen später flog Franziska erneut auf die Insel, diesmal mit ihrem Sohn. Sie sah sich Grundstücke an, pachtete schließlich eines und begann noch 2022 mit dem Bau eines Hauses. In den folgenden zwei Jahren bereitete sie ihre Auswanderung vor. Sie informierte sich über Schulen, organisierte den Hausbau und baute Kontakte auf. 2024 zog sie schließlich nach Sansibar.
Ihren Lebensunterhalt verdiente sie mit verschiedenen digitalen Tätigkeiten, darunter Affiliate-Marketing, die Erstellung von Online-Inhalten und ein Job, den sie ortsunabhängig ausüben konnte.
Trennung und Schwangerschaft: Das zeigt VOX heute von Franziska Schmidt
In der heutigen „Goodbye Deutschland“-Folge steht vor allem Franziskas Privatleben im Mittelpunkt. Nach rund zwei Jahren Beziehung hat sie sich von Saris, einem jüngeren Mann aus der Massai-Gemeinschaft, getrennt. Laut der VOX-Sendungsbeschreibung fehlte ihr das Vertrauen in die Beziehung.
Kurz vor der Trennung wurde Franziska jedoch schwanger. Als Saris Ansprüche hinsichtlich des gemeinsamen Kindes erhebt, verschärft sich die Situation. Hinzu kommen gesundheitliche Komplikationen während der Schwangerschaft. Die Ärzte müssen Franziskas Baby schließlich rund zwei Monate vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt holen.
Die Ereignisse zeigen, wie herausfordernd ihr Leben auf Sansibar zeitweise war. Wie Franziska später erklärte, veränderte gerade die Geburt ihrer Tochter ihren Blick auf die Zukunft.
Warum Franziska Schmidt Sansibar wieder verlassen hat
Obwohl sie ihren Umzug sorgfältig vorbereitet hatte, merkte Franziska mit der Zeit, dass der Alltag auf Sansibar schwieriger war als erwartet. Im Gespräch mit WELT berichtete sie von regelmäßigen Stromausfällen, Problemen mit der Wasserversorgung und Engpässen beim Einkaufen. Was im Urlaub kaum ins Gewicht fällt, wurde im Alltag mit Kindern und einer digitalen Berufstätigkeit zur Belastung. Besonders die Stromausfälle erschwerten ihre Arbeit. Wenn über Stunden kein Strom verfügbar war, konnte sie weder zuverlässig arbeiten noch ihre Geräte aufladen.
Nach der Geburt ihrer Tochter wurden außerdem andere Bedürfnisse wichtiger. Franziska wünschte sich mehr Stabilität, Sicherheit und ein dauerhaftes soziales Umfeld. Auch für ihren älter werdenden Sohn sah sie in Deutschland bessere Möglichkeiten. Er interessiere sich zunehmend für Sport, Technik und kulturelle Angebote, die auf Sansibar nicht in derselben Vielfalt verfügbar gewesen seien.
Am Ende entschied sich Franziska deshalb, ihren Lebensmittelpunkt wieder nach Deutschland zu verlegen. Nicht ein einzelnes Ereignis, sondern mehrere Belastungen und die veränderten Bedürfnisse ihrer Familie führten zu diesem Schritt.
So lebt „Goodbye Deutschland“-Auswanderin Franziska Schmidt heute
Inzwischen wohnt Franziska mit ihren beiden Kindern wieder in Berlin. Dort versucht sie, ihren Alltag als Mutter und Berufstätige neu zu gestalten. Ihre digitalen Einkommensmöglichkeiten hat sie nach der Rückkehr beibehalten. Zusätzlich arbeitet sie nach eigenen Angaben wieder in Teilzeit für das Unternehmen, bei dem sie bereits vor ihrer Auswanderung beschäftigt war.
Ein wichtiger Vorteil ist für sie die Nähe zur Familie. Ihre Mutter kann nun wieder regelmäßig Zeit mit ihren Enkelkindern verbringen. Auch die Rückkehr nach Deutschland verlief allerdings nicht völlig problemlos. Franziska musste sich erst wieder an die festen Strukturen und Abläufe gewöhnen.
Gleichzeitig weiß sie heute viele Dinge zu schätzen, die für sie früher selbstverständlich waren – etwa eine zuverlässige Stromversorgung oder gut gefüllte Supermärkte. Ihr Haus auf Sansibar hat sie inzwischen verkauft.
Vermisst Franziska Schmidt ihr Leben auf Sansibar?
Trotz ihrer Rückkehr blickt Franziska nicht ausschließlich negativ auf ihre Auswanderung zurück. Die Insel bleibt für sie ein besonderer Ort. Vor allem in der kalten Jahreszeit vermisst sie das warme Klima. Auch der Umgang mit Kindern ist ihr in positiver Erinnerung geblieben. Im Alltag habe sie dort häufig unkomplizierte Unterstützung erlebt, beispielsweise beim Einkaufen mit einem Baby.
Dennoch ist sie inzwischen überzeugt, dass Berlin für ihre Familie der passendere Lebensmittelpunkt ist. „Sansibar wird immer ein zweites Zuhause bleiben. Aber als Lebensmittelpunkt ist es für mich nicht das Richtige“, erklärte sie gegenüber WELT.
Ihre Auswanderung betrachtet sie damit nicht als grundsätzlich falsche Entscheidung, sondern als eine Erfahrung, aus der sie viel gelernt hat.


