Fernsehen

GNTM 2019: Melissa ist bisexuell und sieht aus wie Lady Gaga

Heidi Klum zeigt in GNTM auch 2019 wieder Kandidatinnen, die für das gemeine Volk vor allem eins sind: exotisch. So die bisexuelle Melissa aus Rosenheim.

GNTM 2019 Melissa
Melissa aus Rosenheim zählt zumindest schon zu den GNTM-Kandidatinnen, über die Zuschauer sprechen. Foto: instagram/mellisslana

Um den Unterhaltungsfaktor der Sendung auf Biegen und Brechen zu pushen, fahren ProSieben, und Heidi Klum bei GNTM in den letzten Jahren vor allem eine Strategie: Exotik schlägt die Eignung für die Modeindustrie.

Exotik, das heißt in diesem Fall „Andersartigkeit“, die Heidi Klum vor allem in der Sendung zeigen möchte, weil Diversity in der Fashion Industrie gerade total angesagt sei. Durch das Überbetonen bestimmter Fakten wie Transsexualität oder Plus Size erreicht sie zumindest, dass ihre Kandidatinnen im Dschungelcamp landen, siehe Giuliana Farfalla, oder zumindest in den Boulevardschlagzeilen.

 

GNTM-Kandidatin Melissa ist anders

Dass das Konzept aufgeht, zeigt sich natürlich auch an diesem Text über Melissa (23) aus Rosenheim, die sich in der ersten Folge der Modelshow 2019 als bisexuell outet – Spekulationen über potenzielle Flirts im Kandidatinnenfeld inklusive.

Dass ausgerechnet sie Theologie studieren will, passt herrlich ins Konzept der Show. „Ich war schon immer ein spiritueller Mensch“, so die Kandidatin, die sich aufgrund vermeintlicher Ähnlichkeit mit US-Popstar Lady Gaga „Baby Gaga“ nennt.

XL-Tattoo, Nasen-Piercing und Army-Outfit komplettieren das Raster, in das sie sogleich gesteckt wird. „Ja, mein Look ist schon offensiv“, so Melissa zu ProSieben. Und gegenüber der lokalen Website rosenheim24: „Mein Look ist divers und comfortable, gleich wie jeder Mensch sein könnte/sollte. Divers, weil es jeden Menschen nur einmal gibt, was jeden einzigartig macht. Und comfortable, weil jeder Mensch sich so nehmen sollte wie er ist, einfach selbstbewusst um seine Person sein."

 

GNTM: Zu sich selbst stehen

Wie Melissa dem Portal außerdem erzählte, sei ihre Teilnahme auch „politisch“ motiviert: „Ich erhoffe durch meine Teilnahme, dass sich andere Mädels trauen, sie selbst zu sein, anzuziehen was auch immer sie wollen, zu lieben wen sie wollen und dass sie ihren Wert erkennen. Erkennen, dass sie precious sind! Für mich war es nie einfach und trotzdem bin ich mir immer treu geblieben und habe stets die Wahrheit gesagt, mich nie verstellt. Ich möchte dazu inspirieren, sich ihrer selbst bewusst zu werden und ihnen dafür Kraft schenken."

Gastjurorin Lena Gerke erschien die Aspirantin dennoch reichlich unsicher. Haltung und Gesichtsausdruck seien noch nicht perfekt.

 

GNTM 2019: Diversity rules!

GNTM 2019 setzt nach Angaben Heidi Klums auf Diversity. Glück für die indische Kandidatin Sayana, die extra viel Sendezeit bekommt. Andere Kandidatinnen saßen im Rollstuhl, sind transsexuell oder heben einen Freund, der fast 30 Jahre älter ist. Genug für Boulevardspalten, sicher, aber auch genug für Mailand, Paris und New York?

 

 



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