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"Ghostbusters 3" werden konkret

"Ghostbusters 3" werden konkret
"Ghostbusters 3" werden konkret (Warner) Warner

Man wagt ja kaum mehr zu hoffen. Aber angeblich nimmt der Zug mit den Geisterjägern langsam doch Fahrt auf.

In der Geschichte der "Ghostbuster"-Filme liegen Freud und Leid ja bekanntlich dicht zusammen. Da entsteht 1984 einer der kultigsten Filme in der Geschichte des bewegten Bildes - und kein Kritiker kann ihn so richtig leiden. Dafür liebt ihn das Publikum. Und zwar genug, dass 1989 eine Fortsetzung folgt. Diese wiederum - obgleich ebenso von Regisseur Ivan Reitman - ist einfach nicht besonders lustig. Zwar darf man die Geisterjäger erneut in Aktion erleben und auch Sigourney Weaver ist wieder mit am Start, aber damit erschöpfen sich die positiven Aspekte auch schon. Trotzdem wurde munter beschlossen, dem Parapsychologen-Trio aus Dr. Peter Venkman (Bill Murray), Dr. Raymond Stantz (Dan Aykroyd) und Dr. Egon Spengler (Harold Ramis) mediale Gewalt anzutun. Man produzierte eine schauderhafte Zeichentrickserie, sprach Jahrzehnte lang von einem dritten Teil und schuf dann... ein mittelmäßiges Computerspiel. Da half es auch nicht viel, dass Dan Aykroyd dieses als "den im Wesentlichen dritten Film" bezeichnete. Dann plötzlich verdichteten sich erneut die Gerüchte um Teil drei der Geisterkomödie. Und natürlich machte prompt abturnende Kunde die Runde: Bill Murray fände das Script mies und verweigerte seine Zustimmung, von Mitwirken sei sowieso keine Rede. "Keiner wird Geld dafür bezahlen, um zu sehen, wie fette alte Männer hinter Geistern her rennen", lautete damals sein Statement - gekritzelt an ein zerrissenes Drehbuch, das der Star seinem alten Kumpel Dan Aykroyd zurückgesendet hatte.

 

Generationswechsel im Geisterhaus

Jetzt hat sich Edelfeder Etan Cohen am Script zu schaffen gemacht. Der ist u.a. verantwortlich für die Story von "Men in Black 3" - hat also schon mal den dritten Teil einer Kultreihe vorm Absaufen gerettet, und wohl auch beim dritten Einsatz der Ghostbustern nicht völlig versagt. Denn nun wird es langsam doch konkret: Drehstart soll im Sommer 2013 erfolgen und Dan Aykroyd lässt sogar schon ein paar Story-Bröckchen raus: "Meine Figur, Ray, ist auf einem Auge blind und kann den Cadillac nicht mehr fahren. Dazu hat ein böses Knie - die Rucksäcke will er daher auch nicht mehr tragen... Egon ist zu fett für den Anzug. Wir brauchen junges Blut. Und das ist ein Versprechen: wir werden die Sache einer neuen Generation übergeben." Offensichtlich hat er sich die Kritik Bill Murrays zu Herzen genommen. Das sollte er auch besser: Schließlich hält dieser etliche Rechte an den Ghostbustern und kann mit seinem Vetorecht plus Kopfschütteln alles wieder auf Null setzen. Und wenn man die Filme betrachtet, die der Mischling aus begnadetem Komiker und Charakterdarsteller in den letzen Jahren gemacht hat, wird eines klar: Der Mann macht nur noch, worauf er wirklich Lust hat. Und ein mieser dritter Teil seiner Geisterhatz gehört nicht dazu.



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