Fernsehen

GEZ: Milliardenüberschuss und trotzdem keine Senkung?

Die Sender haben zu viel Kohle, aber eine Senkung der GEZ-Gebühren ist darum trotzdem nicht in Sicht: Heute wird über den Rundfunkbeitrag entschieden.

Am heutigen Donnerstag treffen sich die Ministerpräsidenten aller Bundesländer in Warnemünde, Mecklenburg-Vorpommern, im Nobelhotel „Hohe Düne“, um über die Zukunft der GEZ-Gebühren zu beratschlagen. Im Klartext: Ob die Beitrage ab 2017 um 30 Cent gesenkt werden.  Bisher hat jeder Haushalt 17,50 Euro im Monat abdrücken müssen. Doch wie ihr oben im Video seht, könnte der Beitrag sogar noch erhöht werden!

1,2 Milliarden Euro Überschuss

Eigentlich wäre es kein Problem, die TV-Gebühren runterzusetzen – seit die „Haushaltsabgabe“ 2013 eingeführt wurde, neben ARD und ZDF fast acht Milliarden Euro jährlich ein; fast 1,2 Milliarden Euro Überschüsse lagern sogar auf einem Sperrkonto. 

Wie zu erwarten war, sind die Intendanten von ARD und ZDF jedoch dagegen. Und auch die Mehrzahl der Ministerpräsidenten sperrt sich derzeit gegen den Vorschlag, die Beiträge zu senken und den Bürgern zurückzugeben. Ihre Erklärung: Wenn jetzt gesenkt wird, wird die Anhebung der Gebühren in den nächsten Jahren noch höher ausfallen.

Der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, sieht die Politik in der Verantwortung: „Wenn es die Möglichkeit gibt, den Beitrag zu senken, sollten wir sie nutzen“, sagte er zu „Bild“.

Steigen die GEZ-Gebühren etwa?

Die Öffentlich-rechtlichen wünschen sich hingegen, die Abgaben noch zu erhöhen, am besten ohne Kontrolle durch die Politik. Eine Überlegung der ARD: Die Gebühren einfach an das Bruttoinlandsprodukt anpassen. Hätte man das hierzulande seit der Einführung der GEZ-Gebühr in den Fünfzigern durchgezogen, lägen wir inzwischen bei 19,52 Euro…

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